Jetzt liegt das Obduktionsergebnis vor

Neue Details nach tödlichem Schusswaffengebrauch im Universitätsklinikum

Jetzt gibt es neue Details nach dem tödlichen Schusswaffengebrauch im Universitätsklinikum Gießen
Fotos: Andreas Bejm

31.12.2025 / GIEßEN - Ein Polizeieinsatz hat am 2. Weihnachtsfeiertag im Universitätsklinikum Gießen für große Bestürzung gesorgt. Während eines Polizeieinsatzes gegen 16 Uhr kam es zu einer Schussabgabe durch Polizeibeamte. Hierbei wurde ein 33-jähriger Mann tödlich verletzt. Der Mann soll das Klinikpersonal mit einem Scheckkartenmesser bedroht haben (wir berichteten).



Die Staatsanwaltschaft Gießen schreibt auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS: "Im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz am 26.12.2025 in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung des Universitätsklinikums Gießen liegen inzwischen erste Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen vor. Ausweislich des Obduktionsbefundes wurde der 33 Jahre alte Mann durch zwei Schüsse tödlich verletzt. Ein Projektil traf den Mann – der sich zum Vorfallszeitpunkt in psychiatrischer Behandlung im UKGM befand – im Bein, ein weiteres im Oberkörperbereich."

Und weiter erklärt die Staatsanwaltschaft: "Ergänzend wird klargestellt, dass der Verstorbene die eingesetzten Polizeibeamten nicht mit einer Schere, sondern mit einem sog. Scheckkartenmesser, welches schließlich am Ereignisort sichergestellt werden konnte, bedroht und angegriffen haben soll. Die zunächst in der Erstmeldung enthaltene Angabe hinsichtlich einer Schere als Tatmittel beruhte auf der Mitteilung einer Pflegekraft, die den Notruf abgesetzt hatte.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatten die Beamten den 33-Jährigen vor dem Schusswaffengebrauch mehrfach vergebens aufgefordert, das Messer abzulegen. Auch zeigte der Einsatz des dienstlichen Distanz-Elektroimpulsgeräts ("Taser") offenbar keine Wirkung, sodass es schließlich zur Abgabe der beiden Schüsse auf den Angreifer kam."

Die umfangreichen Ermittlungen durch Spurenauswertungen und Zeugenbefragungen dauern weiter an. Sobald weitere Informationen über den Fall vorliegen, berichten wir weiter. (Moritz Pappert) +++

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