Zwischen Böllern und Blaulicht

Sicher feiern statt riskieren: Einsatzkräfte machen sich bereit für Jahreswechsel

Die Stadt Fulda, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste treffen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und appellieren an einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk, damit die Silvesternacht für alle sicher und möglichst unfallfrei verläuft.
Symbol- und Archivfotos: O|N

31.12.2025 / KREIS FD - Silvester steht vor der Tür und mit dieser Feier zum Jahreswechsel starten auch wieder ausgelassene Partys mit vielen Böllern. Für viele sind die bunten Kunstwerke am Himmel und das laute Knallen teil der Silvestertradition, für die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdiensts bedeutet das aber nicht immer Spaß.


Die Einsatzkräfte setzen sich tagtäglich für unsere Sicherheit ein, so selbstverständlich auch an Silvester. Auch die Stadt Fulda hat einiges für den Jahresabschluss eigene Regeln aufgestellt - OSTHESSEN|NEWS hatte bereits ausführlich darüber berichtet. Um allen einen gelungenen und vor allem friedlichen Jahresabschluss zu ermöglichen, hat O|N nachgefragt, was das konkret bedeutet.

Verstärkte Polizeipräsenz

Die Polizei Osthessen verstärkt zum Jahreswechsel ihre Präsenz im öffentlichen Raum, um einen sicheren Silvesterabend zu gewährleisten. Dafür sind sowohl uniformierte als auch zivile Kräfte unterwegs, besonders an Orten, an denen viele Menschen feiern. Die Einsatzkräfte sind jederzeit ansprechbar und können schnell eingreifen, wenn etwas passiert; zudem arbeitet die Polizei eng mit den städtischen und kommunalen Gefahrenabwehrbehörden zusammen.

Da die Silvesternacht bekanntlich mit dem Zünden von Feuerwerkskörpern und Böllern verbunden ist, möchte die Polizei auf den verantwortungsbewussten Umgang hinweisen, um so Unfälle zu vermeiden.

DRK ist an Silvester mit Backup im Dienst

Auch der Rettungsdienst vom Deutschen Roten Kreuz bereitet sich wie gewohnt auf die anstehenden Nachtdienste vor. Im Gespräch mit O|N sagte Christian Erwin, Kreisbereitschaftsleiter DRK Fulda: "In erster Linie bereiten wir uns auf diese Nacht vor, wie auch auf andere. Sollte es dennoch zu einer größeren Einsatzlage kommen, haben wir selbstverständlich noch haupt- und ehrenamtliche Kräfte als Backup. Wir hoffen aber natürlich, dass alles ruhig verläuft."

Für den Kreisbereitschaftsleiter stellen die angeblich spaßigen Feuerwerkskörper auch eine erhöhte Gefahr dar. "Typisch an Silvester sind leider die Böllerunfälle, die häufig Augen, Ohren und die Hände verletzen. Oft ist hier auch Alkohol mit im Spiel." Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, trotzdem hebt Erwin hervor: "Wenn ein Böller nicht hochgeht, sollte man ihn lieber liegenlassen, bevor noch etwas Schlimmes passiert." Im gleichen Zug warnt er vor Feuerwerkskörpern aus dem Ausland.

Neben Polizei und Rettungsdienst trifft selbstverständlich auch die Feuerwehr Fulda Vorkehrungen für den Party-reichen Jahreswechsel. Feuerwehrchef Thomas Helmer antwortet: "Die ehrenamtlichen Einsatzabteilungen organisieren sich selbstständig, und zwar so, dass eine Besetzung von Fahrzeugen durchweg möglich ist. An einzelnen Standorten besteht eine vor Ort in den Feuerwehrhäusern eine ehrenamtliche Stand-by-Besetzung." Die letzten Jahre waren laut Helmer von Kleinbränden - ausgelöst durch Feuerwerkskörper - geprägt. "Sie konnten ohne Probleme und Zwischenfälle abgearbeitet werden."

Damit der Jahreswechsel für alle unbeschwert bleibt, appellieren unsere lokalen Retter gemeinsam an Rücksicht, Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein. Wer die Regeln beachtet, Feuerwerk umsichtig einsetzt und im Zweifel lieber einmal mehr verzichtet, trägt entscheidend dazu bei, dass Einsatzkräfte nicht unnötig belastet werden und die Silvesternacht ohne schwere Unfälle verläuft. So kann Fulda sicher und friedlich ins neue Jahr starten. (mis) +++

X