Förderung vom Land Hessen
Neue urologische Praxis sichert Versorgung im Vogelsbergkreis
Fotos: Rene Kunze
30.12.2025 / SCHOTTEN -
Anlässlich der finanziellen Förderung einer neuen urologischen Praxis Dr. Weber & Dr. Skrobek in Schotten (Vogelsbergkreis) betonte die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz, es sei die "Richtschnur" der Hessischen Landesregierung, dass die "Bürgerinnen und Bürger im Not- und Krankheitsfall medizinisch gut versorgt" werden.
Patienten lange Anfahrtswege ersparen
Ziel der Neugründung ist es, die urologische Versorgung in der Region zu verbessern und insbesondere älteren Patientinnen und Patienten lange Anfahrtswege zu ersparen. Die Urologische Praxis Büdingen, die seit 2017 als Partnerschaftsgesellschaft betrieben wird, zählt aktuell drei Ärztinnen und Ärzte mit zwei Kassenarztsitzen. Pro Quartal werden rund 2.800 Patientinnen und Patienten behandelt. Die Urologie befasst sich mit der Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Harnorgane sowie der männlichen Geschlechtsorgane.Um die Versorgung in der Region südwestlicher Vogelsberg zu sichern, hat die Büdinger Praxis beschlossen, den freien Sitz zu übernehmen und in Form einer Zweigpraxis in Schotten zu besetzen.
"Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir die medizinische Versorgung im ländlichen Raum konkret stärken können – durch engagierte Ärztinnen und Ärzte, die Versorgungslücken erkennen und aktiv schließen. Das unterstützen wir von Seiten des Landes", so Stolz abschließend.
Zur Förderung
Mit der Förderung unterstützt das Land Hessen Projekte, die die gesundheitliche Versorgung in den Regionen stärken und weiterentwickeln. Ziel ist es, bedarfsgerechte und leistungsfähige Strukturen zu schaffen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern.Dazu zählen beispielsweise die Unterstützung von Praxisneugründungen und medizinischen Versorgungszentren, die Förderung der Ausbildung und Niederlassung junger Ärztinnen und Ärzte sowie neuer Kooperationsformen zwischen ambulanten, stationären und pflegerischen Angeboten. Regionale Förderprogramme ergänzen diese Maßnahmen.
Pakt für Gesundheit
Gemeinsam mit den Partnern des hessischen Gesundheitswesens im Pakt für Gesundheit stärkt das Land Hessen die medizinische Versorgung. Auch hier gilt es, die Frage zu beantworten, wie die Versorgung im ländlichen Raum unterstützt werden kann, da dieser besonders mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Die hessische Gesundheitsministerin hat die Akteure des Gesundheitswesens kurz nach ihrem Amtsantritt zum Pakt für Gesundheit eingeladen, um ein kompetentes Gremium zu schaffen, das die anstehenden Zukunftsaufgaben im Gesundheitswesen gemeinsam anpackt. "Uns eint die Überzeugung, dass die anstehenden Herausforderungen nur gemeinsam und sektorenübergreifend gelöst werden können, um weiterhin eine zukunftsfeste, qualitativ hochwertige und flächendeckende Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können", so Stolz zur Arbeit des Paktes. (mmb/pm) +++