Time to say goodbye

Kein Happy End: Deutschlands Stars scheitern bei der Darts-WM

Gabriel "Gaga" Clemens scheitert mit 2:4 an Luke Humphries.
Foto: picture alliance / empics | John Walton

30.12.2025 / LONDON - Seit mittlerweile zweieinhalb Wochen bebt der legendäre "Ally Pally" in London vor Jubel, Spannung und purem Darts‑Fieber. 128 Spielerinnen und Spieler sind angetreten - und jeder von ihnen will Geschichte schreiben. Zum ersten Mal waren auch fünf deutsche Hoffnungsträger mit dabei: Martin Schindler, Ricardo Pietreczko, Gabriel Clemens, Max Hopp, Niko Springer, Lukas Wenig, Dominik Grüllich und Arno Merk.


Sie alle traten mit jeder Menge Mut, Leidenschaft und Hingebung auf. Ihr Ziel: den Pott holen und so viel vom Darts-Spirit wie nur möglich mitnehmen. Doch nach all den packenden Momenten und den knappen Entscheidungen ist nun klar: Keiner von ihnen steht noch im Turnier. Für vier Spieler endete die Reise erst in Runde drei, während die anderen bereits zuvor ausgeschieden waren.

Klare Aus und bittere Niederlagen

Kurz nach Weihnachten, am 27. Dezember, traf Ricardo Pietreczko auf den Schweden Andreas Harrysson. Trotz Kampfgeist musste er sich am Ende mit 2:4 geschlagen geben. Einen Tag später erwischte es Martin Schindler, der gegen den Engländer Ryan Searle mit 0:4 unterging - eine Niederlage, die er erst einmal verdauen musste. Am Sonntagabend folgte dann das emotionale Highlight: Gabriel "Gaga" Clemens gegen den Weltranglistenzweiten Luke Humphries. Wer dieses Match im Fernsehen sah, dürfte kaum ruhig sitzen geblieben sein.

Spannung, Drama, Gänsehaut: so konnte man das Duell ganz gut beschreiben. Am Ende setzte sich Humphries mit 4:2 durch, doch Clemens lieferte ein starkes Spiel ab, dem eben nur ein Quäntchen Glück fehlte. Zum Abschluss durfte Arno Merk noch einmal ran - ausgerechnet gegen Michael van Gerwen, niederländische Darts‑Ikone und dreifacher Weltmeister. Merk kämpfte, doch van Gerwen war einfach eine Nummer zu groß. Mit 1:4 scheiterte auch er in der dritten Runde.

Auch für internationale Stars heißt es: Ende im Gelände

Damit ist das deutsche WM‑Märchen für dieses Jahr vorbei. Und nicht nur die Deutschen mussten Federn lassen: Auch große Namen und Sternchen wie Michael Smith, Stephen Bunting, Chris Dobey, Mike De Decker und Gerwyn Price sind bereits ausgeschieden. Wer hätte das gedacht.

Wer also wird am Ende den Pokal in die Höhe stemmen? Schreibt Luke Littler erneut Geschichte? Oder überrascht uns jemand, den bisher kaum jemand auf dem Schirm hat? Es bleibt spannend. (js)+++

Merk kämpfte, doch van Gerwen war einfach eine Nummer zu groß. Mit 1:4 scheiterte auch er in der dritten Runde.
Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | John Walton
Wer also wird am Ende den Pokal in die Höhe stemmen?
Symbolfoto: Pixabay

X