Jährliches Gedenken

Öffentliches Gebet für ungeborene Kinder: Lichterprozession am Frauenberg

Bereits zum 35. Mal beteten Gläubige gemeinsam für den Schutz der Ungeborenen.
Fotos: Rene Kunze

29.12.2025 / FULDA - Am 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, kamen in der Fuldaer Innenstadt zahlreiche Menschen zusammen, um gemeinsam für ungeborene Kinder zu beten. Bereits zum 35. Mal wurde die Andacht abgehalten - initiiert von "Aktion Leben", dem Verein Vaterhaus und der "Aktion Lebensrecht für alle" (ALfA). Um 18 Uhr setzte sich eine Lichterprozession vom Domplatz aus in Bewegung.


Im warmen Schein unzähliger Kerzen, begleitet vom gemeinsamen Gebet, zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Straßen. Eine Atmosphäre der Stille, des Mitgefühls und des Gedenkens lag über der Stadt - ein Moment, in dem viele innehalten und an jene denken, die keine eigene Stimme haben. Ihren Abschluss fand die Lichterprozession an der Mariensäule am Fuße des Frauenbergs.

In ihrer Stellungnahme erinnerten die Veranstalter daran, dass nach amtlichen Zahlen jährlich mehr als 100.000 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden. Trotz dieser Zahl werde in der öffentlichen Diskussion über den §218 häufig von einem "Kompromiss" gesprochen. Die Initiatoren betonten, dass das Recht auf Selbstbestimmung dort seine Grenze finde, wo die Rechte anderer berührt würden. Das Lebensrecht sei grundlegend, und das Bundesverfassungsgericht habe dem Staat die Pflicht zugesprochen, ungeborenes Leben zu schützen.

Kritisch äußerten sie sich zudem zu Forderungen nach erleichtertem Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen - etwa durch Kostenübernahmen der Krankenkassen oder den Ausbau entsprechender Einrichtungen.
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