Hoherodskopf soll gemieden werden

Nach herunterstürzenden Gerüstteilen: Gefahr für Besucher besteht weiterhin

Ein heftiger Sturm hat in der Nacht zum Mittwoch für einen gefährlichen Zwischenfall auf dem Hoherodskopf im Bereich Schotten-Breungesheim gesorgt.
Fotos: Rene Kunze

25.12.2025 / SCHOTTEN - Ein heftiger Sturm hat in der Nacht zum Mittwoch für einen gefährlichen Zwischenfall auf dem Hoherodskopf im Bereich Schotten-Breungesheim (Vogelsbergkreis) gesorgt: Am eingerüsteten Fernmeldeturm lösten sich mehrere Gerüstteile und stürzten zu Boden, weshalb Feuerwehr und Polizei den Bereich sichern.



Bei dem Gerüst handelt es sich um eine Konstruktion an der Unterseite der Plattform, die zur Aufbringung von Spritzbeton errichtet wurde. Die abgerissenen Platten seien offenbar eine Art Schalbretter, die durch den Wind der vergangenen Nacht aus der Verankerung gerissen wurden.

Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Osthessen sei der Turm aktuell wegen Arbeiten am Außenbereich mit einem größeren Baugerüst eingerüstet. Passanten berichteten von bis zu fünf Alutrittplatten des Gerüstes, die sich gelöst hatten und zu Boden fielen. Durch die Gerüstteile entstand zum Glück weder Personen- noch Sachschaden. Seit dem Morgen waren Kräfte von Polizei, wie auch Hilfs- und Rettungsorganisationen vor Ort im Einsatz, um den Bereich zu sichern.

In der WarnApp Katwarn steht außerdem: "Im Bereich des Funkturms Hoherodskopf besteht zurzeit aufgrund von starken Windböen die Gefahr von herabstürzenden Gerüstteilen."

Vor Ort berichtete Rouven Keil, Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Schotten: "Wir wurden gegen 8:30 Uhr zu einem Hilfeleistungseinsatz alarmiert, da sich Teile vom Baugerüst gelöst haben und heruntergefallen sind. Vor Ort haben wir gemeinsam mit der Feuerwehr die Einsatzstelle abgesperrt." Besucher werden gebeten, den Bereich zu meiden, "da aktuell nicht ausgeschlossen werden kann, dass vielleicht noch mehr herunterfällt."

Gegen 14 Uhr sind die Betriebsfirma sowie die Vertreter des Baugerüsts am Hoherodskopf - genauso wie das Technische Hilfswerk (THW). "Gemeinsam arbeiten wir jetzt an einer Lösung, damit die Gefahr eines erneuten Lösens der Teile nicht mehr gegeben ist", erklärte Keil gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Die Polizei teilte in einer ergänzenden Pressemitteilung mit: "Man geht von einem Zeitansatz von rund vier Stunden aus, sodass das Gerüst etwa um 18 Uhr wieder vollständig gesichert ist. Die Sperrung des Parkplatzes wird so lange andauern."

Ein Hindernis bei diesen Maßnahmen: die aktuelle Wetterlage. Am Hoherodskopf wird weiterhin Wind und Sturm gemeldet. Deshalb sei unklar, wie lange die etwa 30 Kräfte noch im Einsatz sind. "Es wird sich zeigen, ob unsere Maßnahmen helfen."

"Die Sperrung bleibt sicherheitshalber bis Donnerstagvormittag, da wird nochmal eine Kontrolle gemacht. Der Gerüstbauer hat weitere Stabilisierungsmaßnahmen getroffen", so Keil noch am Mittwochabend abschließend. (mis) +++

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