Werte um den Gefrierpunkt
Schneidender Ostwind: Kommt jetzt der Temperatur-Sturz?
Symbolbild: O|N / Henrik Schmitt
23.12.2025 / REGION -
Es wird kalt - so lautet die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Osthessen. "Der Wind dreht zunehmend auf Ost und wird dann besonders in höheren Lagen geradezu schneidend", meint Meteorologe Marcel Schmid. Waren die Temperaturen am Sonntag noch mild, fallen sie bereits am Montag deutlich ab.
Wir haben mit dem Wetter-Experten gesprochen, was die Region bis Heiligabend erwartet. Die weithin erhoffte weiße Weihnacht wird es wohl leider nicht werden, so Schmid. Zwar sei es kalt genug, doch fehle der Niederschlag.
"Der Wind bringt kältere Luft aus Osteuropa und nimmt auch in der Intensität zu", berichtet der Meteorologe. Am Montag erwartet er Höchstwerte von drei bis fünf Grad Celsius. Am Morgen kann gelegentlich die Sonne herauskommen, später bleibt es dann bewölkt. Aus der Wasserkuppe werden dann nurnoch Höchstwerte von ein bis zwei Grad erreicht. "Der Ostwind pfeift dann regelrecht über die Gipfel, das wird wirklich unangenehm", meint Schmid und rät: "Packen Sie sich warm ein, wenn Sie einen Ausflug in die Rhön vorhaben."
In der Rhön kann es "hier und da für ein paar Flöckchen reichen"
Zum Heiligabend fallen dann auch in den Niederungen die Höchstwerte auf Temperaturen um den Gefrierpunkt. "Es wird ein kaltes Weihnachtsfest, so viel kann man schonmal sagen", prognostiziert der Experte. In der Rhön könne es dann auch "hier und da für ein paar Flöckchen reichen", eine natürliche geschlossene Schneedecke werde es nicht geben. Der Wind soll zunehmen und in den Niederungen sechs bis sieben, auf der Wasserkuppe ganze acht Beaufort erreichen. "Der Ostwind sorgt dafür, dass es sich dabei noch kühler anfühlen wird, als es tatsächlich ist." Wintersport-Saison hängt am Kunstschnee
Wann die Wintersport-Saison endlich starten kann, stehe in den Sternen und dürfte von der künstlichen Beschneiung abhängen. Im vergangenen Jahr war das bereits am 23. Dezember der Fall, einen Tag vor Weihnachten. Flächendeckend weiße Weihnachten gab es laut Schmid zuletzt im Jahr 2010. Einzig 2017 konnte immerhin die Wasserkuppe eine geschlossene Schneedecke von ganzen 22 Zentimetern vorweisen, in den Tälern hingegen warteten die Menschen vergeblich auf das weiße Glück. (Moritz Bindewald) +++ Symbolbild: O|N / Carina Jirsch
Symbolbild: O|N / Moritz Bindewald