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Chris Keidel (32) und Theresa Auth (31): "Reisen ist unser Alltag geworden"

Weihnachtliche Grüße aus Edinburgh in Schottland! Christopher Keidel (32) und Theresa Auth (31) sind bereits das dritte Jahr auf Weltreise.
Fotos: Theresa Auth/Christopher Keidel

26.12.2025 / EDINBURGH - Vor drei Jahren wagten sie den Schritt ins Ungewisse, heute haben sie sich ein Leben in fernen Ländern aufgebaut. Theresa Auth und Christopher Keidel - auch bekannt als die Reisekröten - verbringen die Weihnachtszeit in Edinburgh. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS schildern sie ihre bisherigen Eindrücke: "Wir haben Schottland bereits im Sommer erlebt, aber auch im Winter ist es absolut empfehlenswert. Wenn man einmal einen schönen Ort entdeckt hat, zieht es einen immer wieder da hin."



Das Paar aus Osthessen hat seine damaligen Jobs als Rechtspfleger beim Land Hessen aufgegeben. Am 13. Dezember 2022 startete die große Reise (O|N berichtete). Seitdem ist viel passiert, die Reiselust hat jedoch kein Stück nachgelassen. Zuletzt standen etwa Südostasien, Sardinien, La Gomera, Großbritannien, Schweden und Albanien auf ihrer Liste. "Wir haben mittlerweile unsere Länder gefunden, in denen wir uns einfach sehr wohlfühlen - auch wenn sie völlig unterschiedlich sind. Vielleicht macht gerade das den Reiz aus", so die 31-jährige Künzellerin (Kreis Fulda).

Mobiles Arbeiten weltweit

Inzwischen können die beiden komplett ortsunabhängig ihr Geld verdienen. "Heute ist das Reisen unser Alltag und zeitgleich Grundlage unserer Arbeit. Wir haben uns im Laufe der Zeit drei eigene Webseiten aufgebaut. Unser Einkommen erzielen wir vor allem über Affiliate Marketing", so Auth. Ihr Partner ergänzt: "Wir geben unsere Erfahrungen weiter und berichten ehrlich darüber, wie Unterkünfte oder Mietwagenanbieter wirklich sind. Unser Umstieg war ungewöhnlich, da wir vorher verbeamtet waren. Heute beraten wir Menschen, die in einer ähnlichen Situation stehen und ebenfalls einen neuen Weg einschlagen möchten."

Housesitting in Edinburgh

Die Reisekröten verbringen sieben Wochen in Schottland. "Wir haben uns wieder für ein Housesit entschieden. In diesem Fall heißt das, dass wir in einem Haus leben und auf eine Katze aufpassen, während die Eigentümer in Australien und Neuseeland unterwegs sind", erklärt der 32-Jährige aus Bebra-Weiterode (Kreis Hersfeld-Rotenburg). "Großbritannien ist dafür perfekt - es gibt viele Angebote, in Asien hingegen eher weniger." Auch mit dem Mietwagen waren sie schon außerhalb unterwegs, die beeindruckenden Highlands haben sie sich natürlich nicht entgehen lassen.

Hauptstadt entzückt mit Lichterglanz

Jetzt im Dezember verzaubert die Innenstadt Edinburghs mit ihrem Lichterglanz. Überall sind die Hauseingänge liebevoll geschmückt. "Hauptanziehungspunkt ist der große Weihnachtsmarkt in den East Princes Street Gardens. Es gibt Shows, Lichtinstallationen - eben sehr viel Sehenswertes", so Keidel. Zu den echten Hinguckern gehören das 80 Meter hohe Kettenkarussell und das 46 Meter hohe Riesenrad. "Interessant ist, dass man hier auch deutsche Bratwurst essen kann. Für umgerechnet elf bis zwölf Euro ist das natürlich nicht ganz so günstig", stellen beide schmunzelnd fest.

Die Weihnachtsfeiertage laufen in Schottland etwas anders ab als in der Heimat. Der Fokus liegt auf dem 25. Dezember, dem Christmas Day. "Da ist Bescherung, die Menschen verbringen ihre Zeit mit ihrer Familie und mit Freunden", sagt Auth. Außerdem wird traditionell eine britische Weihnachtsspezialität serviert. "So wie wir unseren Stollen haben, haben die hier ihren Christmas Pudding. Ein Kuchen aus eingelegten Früchten, der oft in Alkohol getränkt und stundenlang gedämpft wird."

Das planen die Reisekröten in 2026

Nach Schottland haben die beiden bereits entschieden, wohin es als Nächstes geht. "Wir fliegen ein paar Tage in unsere osthessische Heimat - danach geht's ab ins Warme!" In Thailand werden sie mehrere Monate bleiben und neue Inseln erkunden. Ebenso steht die USA auf dem Programm. Zwar ist noch nichts endgültig gebucht, aber "zu 90 Prozent fix", wie Keidel erzählt. Für das osthessische Paar ist aber vor allem eines entscheidend: "Wir reisen mittlerweile langsamer als am Anfang, bleiben länger an einem Ort und erleben die Eindrücke umso intensiver. Das möchten wir uns auch in Zukunft beibehalten. Nur so bekommt man ein Gefühl, wie das wirkliche Leben dort ist." (Maria Franco) +++

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