Starke Stimme für Frauenrechte
Najia Jalal holt internationalen Wissenschaftspreis: Erster Platz für "Gift for Girls"
Foto: Najia Jalal
21.12.2025 / FULDA/ ST. PÖLTEN -
Die Hochschule Fulda hat in diesem Jahr beim E³UDRES² International Science Festival den ersten Platz errungen. Eine zentrale Rolle spielte dabei Najia Jalal: Sie studiert im Masterprogramm Human Rights Studies in Politics, Law and Society am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften und ist zugleich Gründerin der Organisation "Gift for Girls".
Mit dieser wirkungsvollen Initiative, die Frauen und Mädchen in Najia Jalals Heimat in Afghanistan unterstützt, begeisterte die Studentin bei dem Wettbewerb der Europäischen Hochschulallianz Jurorinnen, Juroren sowie das Publikum und setzte sich gegen 19 andere Projekte aus verschiedenen europäischen Ländern durch.
Das diesjährige E³UDRES² Festival hat unter dem Motto "Local Pulse, Global Waves" an der University of Applied Sciences St. Pölten in Österreich in Zusammenarbeit mit Hochschulen aus ganz Europa stattgefunden. Ziel des Festivals war es zu erforschen, wie Wissenschaft und Innovation die globale Transformation vorantreiben können. Die Projekte, die unter Najia Jalals "Gift for Girls" laufen, umfassen zwei Schlüsselinitiativen: Zum einen den Aufbau und die Unterstützung von Schulen für Mädchen in Afghanistan, zum anderen die Bereitstellung von psychotherapeutischen und psychosozialen Unterstützungsdiensten für Frauen und Mädchen in Krisensituationen. Bei den Abstimmungsrunden erhielt das Projekt der Fuldaer Studentin die höchste Anzahl an Stimmen – sowohl online als auch in den Votings vor Ort – und sicherte sich damit das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro (erster Platz).
Sie möchte eine Zukunft voller Hoffnung und Sinn gestalten
Najia Jalals Mission: "Wir unterstützen afghanische Mädchen und Frauen dabei, menschliche Werte und Rechte zu erlangen und eine Zukunft voller Hoffnung und Sinn zu gestalten." Auch wenn Najia Jalal in Fulda studiert, verfolgt sie das Geschehen in ihrem Heimatland. Für die dortigen Ereignisse und Zustände findet sie klare Worte: "Afghanistan ist inzwischen ein Ort, an dem menschliche Werte wie Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Akzeptanz, Zusammenarbeit und Gleichheit sowie Menschenrechte mit Füßen getreten werden, Fortschritt unmöglich ist und keine Klassen mehr existieren. Und das, obwohl im Jahr 2021 rund 18,4 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigten." Daher hat die Studentin das Förderprogramm für Mädchen und Frauen ins Leben gerufen.