KVH soll Antworten liefern
Weniger Hautärzte, lange Wartezeiten: Patienten sind frustriert
Symbolbild: O|N / Hendrik Urbin
18.01.2026 / FULDA -
Die dermatologische Versorgung im Landkreis Fulda sorgt zunehmend für Unruhe - bei Patientinnen und Patienten ebenso wie in der Politik. Hintergrund sind mehrere wegfallende Kassenarztsitze für Hautärztinnen und Hautärzte. Der Kreistag hat das Thema vor einigen Wochen aufgegriffen und einen klaren Beschluss gefasst: Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) soll Rede und Antwort stehen.
Aktuell gibt es im Landkreis Fulda sieben Kassensitze für Dermatologie - damit ist es der kleinste fachärztliche Versorgungsbereich. Zwar ist das MVZ Dermatologie Osthessen am Klinikum Fulda mit inzwischen zwei Sitzen in die Versorgung eingestiegen, gleichzeitig hat jedoch eine größere Praxis mit zwei Sitzen ihre Tätigkeit eingestellt.
Übernahmen bleiben Ausnahme
Der Kreis selbst hat nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Ziel des nun gefassten Beschlusses ist es daher, von der KVH zu erfahren, wie mit den offenen Sitzen umgegangen wird und welche Schritte folgen, falls eine Nachbesetzung nicht gelingt. Im Frühjahr 2025 sorgte die Schließung der dermatologischen Praxis von Dr. Werner Müller in Fulda für Aufsehen, ein Nachfolger war nicht in Sicht. Zwar kam im November letzten Jahres dann die freudige Nachricht, dass Tina Biedermann eine neue Praxis in der Von-Schildeck-Straße eröffnet und einen Teil des Teams von Dr. Müller übernimmt – dennoch bleiben solche Übernahmen derzeit die Ausnahme. Entlastung erhofft man sich vom MVZ am Klinikum Fulda, das täglich zahlreiche Patientinnen und Patienten behandelt. Doch auch dort sind die Termine auf lange Sicht ausgebucht. Klar ist: Die Situation bleibt angespannt. (ems) +++