JOBvision WIN-Netzwerk gestartet
Nachhaltige Mentoring- und Wissenstransferstrukturen für die Region Fulda
Fotos: JOBvision WIN-Netzwerk/ GoMedia
10.12.2025 / FULDA -
Mit großem Interesse aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung ist am Montag in Fulda das JOBvision WIN-Netzwerk offiziell gestartet. Rund 70 Gäste nahmen an der Gründungsveranstaltung teil, um sich über das neue Projekt zu informieren, Impulse aufzunehmen und erste Kontakte zu knüpfen.
Ziel des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Region bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen, insbesondere durch den Aufbau nachhaltiger Mentoring- und Wissenstransferstrukturen.
Dafür steht "WIN"
"WIN" steht für Wissen, Integration und Nachwuchs, drei Themen, die für Unternehmen angesichts des demografischen Wandels, sich wandelnder Berufsbilder und globaler Arbeitsmärkte zentral geworden sind. Dabei setzt das Projekt auf einen praxisnahen, niedrigschwelligen Ansatz: Die Angebote sind für Unternehmen kostenfrei und darauf ausgerichtet, sich unkompliziert in den betrieblichen Alltag integrieren zu lassen. Unabhängig davon, ob es sich um Industrie- oder Handwerksbetriebe, Kleinunternehmen oder größere Mittelständler handelt. "Kein ideelles Projekt, sondern ganz konkrete Unterstützung"
"Wir möchten kein ideelles Projekt sein, sondern ganz konkrete Unterstützung leisten", so Pia Groß. "Deshalb entwickeln wir unsere Formate bedarfsorientiert, gemeinsam mit den Unternehmen." Das Projektteam des WIN-Netzwerks vereint unterschiedliche fachliche Perspektiven, um den Herausforderungen der Fachkräftesicherung gezielt zu begegnen. Peter Gitzler verantwortet den Bereich Wissenstransfer und beschäftigt sich mit der Frage, wie Erfahrungswissen systematisch gesichert und innerhalb von Unternehmen weitergegeben werden kann. Pia Groß betreut das Themenfeld Onboarding internationaler Fachkräfte.Julian Bolz, zugleich Projektleiter, widmet sich dem Bereich Ausbildung und Nachwuchsgewinnung. Gemeinsam verfolgt das Team das Ziel, nicht nur Informationen und Materialien bereitzustellen, sondern Unternehmen dabei zu unterstützen, konkrete Mentoringstrukturen aufzubauen, die einen nachhaltigen, generationenübergreifenden Wissenstransfer ermöglichen.
Fachliches Input und Praxisbeispielen
Der Blick in die Zukunft wurde ebenfalls geschärft: Ab März 2026 startet das WIN-Netzwerk mit thematischen Folgeformaten. Die erste Veranstaltung wird sich mit dem Themenfeld Wissenstransfer im Betrieb befassen. "Wir werden mit fachlichem Input, Praxisbeispielen und der Frage, welche Instrumente sich in der Praxis bewährt haben starten", führt Peter Gitzler aus. Geplant sind vierteljährliche Veranstaltungen, ergänzt durch Begleitmaterialien, die Unternehmen direkt für ihre Praxis nutzen können.Begleitende Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer Fulda, die Kreishandwerkerschaft, die Agentur für Arbeit und der Landkreis Fulda unterstützen das Projekt in seiner regionalen Verankerung und helfen, den Dialog zwischen Wirtschaft, Bildung und Verwaltung zu stärken. Erste Werkzeuge wie eine Checkliste für Unternehmen sowie die neue Projektwebseite wurden bereits vorgestellt und stießen auf großes Interesse. Ziel ist es, mit jedem Schritt das Netzwerk zu erweitern und gemeinsam zukunftsfähige Strukturen zu schaffen.
Über das Projekt:
Das WIN-Netzwerk ist ein Förderprojekt im Rahmen der Förderlinie JOBvision des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es läuft von Juli 2025 bis Juni 2028 und ist bei der Region Fulda GmbH angesiedelt. (pm/mmb) +++