Fulda treibt Digitalisierung voran
Stadt und ekom21 arbeiten enger zusammen
Fotos: Stadt Fulda
06.12.2025 / FULDA -
Die Stadt Fulda hat ihr Einwohnermeldewesen und andere Verfahren bisher autonom betrieben. Statt diese Systeme weiterhin lokal zu administrieren, werden sie nun in das Rechenzentrum der ekom21 überführt. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Die städtische IT-Abteilung wird entlastet, während Wartung, Betrieb und Updates künftig durch den kommunalen IT-Dienstleister übernommen werden.
Fulda profitiert durch die erhöhte Ausfallsicherheit, verbesserte Skalierbarkeit und gestärkte Cybersicherheit – Vorteile, die auch den rund 71.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der Kreisstadt zugutekommen. So wird die digitale Infrastruktur nachhaltig und sicherer gestaltet.
Entlastung bei gleichzeitiger Planungssicherheit stand für die Fulda an vorderer Stelle. Dazu sagt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU): "Mit einem erfahrenen IT-Dienstleister wie der ekom21 kann sich unsere städtische IT künftig stärker auf zentrale Zukunftsthemen konzentrieren: die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, die Verbesserung der Servicequalität und die Optimierung interner Abläufe".
Mehr Sicherheit
Dass Kommunen verstärkt ihre Anwendungen in ein Rechenzentrum verlagern, ist kein Zufall. Seit Jahren sieht sich die Informationstechnologie wachsenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität ausgesetzt. Hackerangriffe und steigende Sicherheitsanforderungen machen umfassende Schutzmaßnahmen unverzichtbar.Die eigentliche Umstellung der Fuldaer Verfahren – darunter Melde- und Passwesen, Wahlen, Behördliches Ermittlungsverfahren, Gewerbe- und Erlaubniswesen, Fischereischeine, Fundbüro, Gebührenkasse und Terminverwaltungen – wurde im Dezember 2025 abgeschlossen. Im Zuge Umstellung werden alle 45 Arbeitsplätze im Bürgerbüro und Standesamt sowie in weiteren Ämtern angebunden. Insgesamt rund 60 Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter – darunter auch Beschäftigte in der Gewerbeabteilung des Rechts- und Ordnungsamts – arbeiten künftig mit den zentralen Anwendungen. Darüber hinaus greifen etwa 500 Anwenderinnen und Anwender über eine browserbasierte Auskunftsfunktion auf die Systeme zu, darunter auch Nutzerinnen und Nutzer aus dem Landkreis.
Partnerschaft
Mit der seit 2024 im City Haus in der Bahnhofstraße ansässigen Niederlassung der ekom21 verfügt die Stadt Fulda zudem über einen leistungsstarken IT-Partner direkt vor Ort. Auf die Auslagerung des Einwohnermeldewesens folgt inzwischen auch eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Online-Services: Alle auf dem Workflowsystem "civento" basierenden OnlineAntragsformulare der Stadt werden nun im Rechenzentrum der ekom21 betrieben. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und ekom21-Direktor Matthias Drexelius unterstreichen, dass diese strategische und operative Partnerschaft einen besonderen Gewinn für beide Organisationen darstellt. (pm/ems) +++