Jugend in Bewegung
Schulstreik: Formiert sich auch bei uns Widerstand gegen die neue Wehrpflicht?
Foto: picture alliance / Jochen Tack
07.12.2025 / REGION -
Die Bundesregierung ist nach einem langen hin und her zu einer Entscheidung gekommen. Viele Jugendliche reagieren darauf mit deutlicher Unzufriedenheit. Daher ist für Freitag erneut eine Demonstration angekündigt - diesmal jedoch nicht wie vor einigen Jahren freitags für den Klimaschutz, sondern gegen die neuen Pläne zum Wehrdienst.
Grund für die "Schulstreik gegen Wehrpflicht"-Proteste ist: Viele Jugendliche haben das Gefühl, nicht am Entscheidungsprozess beteiligt worden zu sein, deshalb gehen Betroffene dagegen auf die Straße. Passend zum Thema hat OSTHESSEN|NEWS auch eine Straßenumfrage gemacht, um zu sehen, wie die Menschen in Fulda zu dem Thema stehen.
Ambivalente Haltung zum Wehrdienst
Maximilian Kramlich, Bezirksschülersprecher der Gymnasien in Unterfranken und zugleich Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des SPD-Unterbezirk Rhön-Haßberge, betont im Gespräch mit O|N, dass er sich in dieser Frage als Politiker äußert - nicht als Schülersprecher. "Es ist absolut nachvollziehbar, dass Schülerinnen und Schüler streiken. Der Wunsch, keinen Wehrdienst leisten zu wollen, ist verständlich", sagt er."In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Fulda und bundesweit ihre Stimme erhoben. Der Schülerstreik vom 5. Dezember zeigte eindrucksvoll, wie tief die Sorge darüber sitzt, dass Entscheidungen zur möglichen Einführung der Wehrpflicht ohne ausreichende Beteiligung der jungen Generation getroffen werden", erklärt die Schülervertretung weiter.