Drei Jahrzehnte Aikido unter Monika Gensler

Zwei Dan-Prüfungen, Kindererfolge und ein beeindruckendes Jubiläum

Aikidoka und Trainerin Monika Gensler (6. Dan) ist sichtlich glücklich über die Leistungen ihrer Schüler und Schülerinnen.
Fotos: Melanie B. Weber

01.12.2025 / KÜNZELL - "Ihr habt alle bestanden!" ruft Monika in die Runde, dann wird am Freitagabend mit dem traditionellen Kotau zum Kamiza der Dank laut ausgesprochen, der Boden feucht gewischt - und anschließend gefeiert. Denn im Mai 2025 haben Harald Simon (2. Dan) und Marion Rehbaum-Hölig (1. Dan) ihre Dan-Prüfungen abgelegt, jetzt sind endlich die entsprechenden Urkunden aus Japan angekommen.



"Ich hatte den zweiten Dan, als ich das Dojo damals in Horas gegründet habe", erinnert sich Monika Gensler, heute 6. Dan. "Das war 1995." Im Oktober 1995, vor 30 Jahren, kam die erste Schülerin ins Dojo, Martina, auch sie ist heute zum Feiern da. "Du hast in den letzten 30 Jahren hervorragende Arbeit geleistet, hast 16 Schülern und Schülerinnen den 1. Dan abgenommen, fünf davon sogar noch den zweiten Dan. Du hast unzählige Kinder trainiert, doppelt so viele Füße und Hände sortiert. Danke dafür!" bedankt sich Marion Rehbaum-Hölig im Namen aller Schülerinnen und Schüler.

Poppenhausen, Nidda, Frankfurt, Iwama - Fulda

Monika Gensler kommt ursprünglich aus Poppenhausen, der Name Gensler ist in der Rhön ein Begriff. Die gelernte Gymnastiklehrerin wuchs mit den Filmen von Bruce Lee auf, fand Kampfsport schon immer irgendwie spannend und landete irgendwann im Aikido Dojo von Mark und Ute van Meerendonk in Nidda.

Monika Gensler war begeistert - und reiste 1990 zum ersten Mal nach Japan, in das Gründungsdojo des Aikido in Iwama. Nach einem halben Jahr kam sie zurück, trainierte weiter in Nidda und Frankfurt, reiste noch zwei weitere Male für längere Zeiträume nach Iwama, um sich als Uchideshi (eine Art Internatsschüler und Arbeitskraft im Dojo) weiterzubilden. Als sie beruflich in Fulda landete, gründete sie 1995 ihr eigenes Dojo, damals in Horas, im Jujutsu Dojo von Rainer Domann. 1997 zog sie das Dojo um nach Haimbach, in eigene Räume, später setzte sie einen Anbau an ihr Haus in Künzell. Damit hat sie sich ihren Traum vom eigenen Dojo erfüllt.

Sechs Kinderprüfungen im Kyu-Bereich

Das 30-jährige Dojo-Jubiläum wurde gefeiert - zusammen mit den erfolgreichen Prüfungen und vielen gemeinsamen Erinnerungen, Pizzabrötchen, Spekulatiustorte, Sekt und Orangensaft. Selbstverständlich blieben auch die Jugendlichen nach der Prüfung noch da und lauschten recht amüsiert den Erzählungen der älteren Generation.

Marion Rehbaum-Hölig ist aktuell die (erwachsene) Schülerin mit der längsten Dojo-Geschichte, sie trainiert derzeit den Nachwuchs. Harald Simon übernimmt zusammen mit Jens Bausch (ebenfalls 2. Dan) gelegentlich das Training der Erwachsenen. Denn auch das ist wichtig: Höhere Dan-Grade werden nicht mehr unbedingt abgeprüft, sondern auf Nachweis von Lehrgangsteilnahme, Trainingstätigkeit und besonderem Engagement verliehen. (mbw) +++



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