Welt-Aids-Tag am 01. Dezember
Stiftungsgründer Ernst Engel kämpft seit 15 Jahren für Aids-Waisen in Eswatini
Fotos: privat
29.11.2025 / REGION -
Zum Welt-Aids-Tag am 01. Dezember 2025 möchte Ernst Engel, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Fuldaer Thomas Engel-Stiftung, auf die zunehmend schwierige Lage der Vergessenen der Aids-Pandemie aufmerksam machen. Heute leben weltweit knapp 41 Millionen Menschen mit HIV (Quelle: Deutsche Aids-Stiftung), davon waren 97.000 Menschen in Deutschland (Ende 2023 laut Robert Koch-Instituts). Da die USA als größter Unterstützer seit Jahresanfang ihr Engagement nahezu eingestellt haben, droht eine erneute Infektionszunahme.
"Gleich nach Gründung unserer Stiftung 2010 in Fulda haben wir uns in Eswatini, vormals Swasiland, engagiert, um die unvorstellbare Not der Kinder zu lindern und zugleich in Aids-Prävention zu investieren. Das ist uns mit unserem nachhaltigen Ansatz gelungen. Inzwischen haben wir über 15.000 Kindern den Eintritt in die Schule ermöglicht und damit nicht nur ihr Überleben gesichert, sondern auch eine selbstbestimmte Zukunft eröffnet. Viele Hilfsorganisationen haben wir kommen und gehen sehen, wir aber haben durchgehalten - und wollen auch in Zukunft einen Unterschied machen. Wir möchten daher zu einem gemeinsamen Engagement gegen Aids aufrufen," betont Ernst Engel, Träger der Ehrenmedaille in Silber der Stadt Fulda und des Ehrenbriefs des Landes Hessen
Auf dem Höhepunkt der Aids-Pandemie 2010 ging Stiftungsgründer Ernst Engel mutig voran und entwickelte zusammen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern ein ganzheitliches Förderprogramm. So entstanden 104 stabil gebaute Dorfzentren (NCPs – Neighborhood Carepoints) in der verarmten Südregion Shiselweni. Dort erhalten 3.500 Waisenkinder und andere notleidende Kinder täglich eine warme Mahlzeit und Vorschulunterricht – bis heute. Zudem werden sie durch zwei "Mobile Clinics" medizinisch versorgt, darunter Impfungen, akute Beschwerden, Vitamingaben, HIV-spezifische Beratung, Aufklärung sowie Ausgabe von Kondomen. Inzwischen fehlen viele Mittel, u. a. für HIV-Tests und Medikamente. Jetzt initiiert die Stiftung zusätzlich Einkommen-schaffende Maßnahmen für die Caregivers, die Dorfbewohnerinnen, die ehrenamtlich die Kinder in den Vorschulen versorgen, damit sie sich und die Kinder mittelfristig selbst versorgen können. Ganz im Sinne von "Hilfe zur Selbsthilfe". (mp/pm) +++