Neue Chancen für die Stadtentwicklung 

Bahnhofsquartier in Bund-Länder-Förderprogramm aufgenommen 

Das Bahnhofsquartier soll neu entwickelt werden
Fotos: Stadt Fulda

29.11.2025 / FULDA - Neue Chancen für die Stadtentwicklung in Fulda: Nach dem Quartier "Langebrücke/Hinterburg" und dem Gebiet "Westpark und neue Grünstrukturen" ist nun auch das Fuldaer "Bahnhofsquartier" in das Städtebau-Förderprogramm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" (WNE) aufgenommen worden. In der 10-Jahres-Periode zwischen 2026 und 2025 hat das Gebiet zwischen Bahnhof, Schlossgarten, Peterstor und Dalbergstraße/Petersberger Straße die Chance, eine Reihe von Maßnahmen umzusetzen, um das Quartier städtebaulich aufzuwerten und noch lebenswerter zu machen.



Die Fuldaer Stadtverordnetenversammlung hatte am 26. Mai 2025 beschlossen, sich mit dem Fördergebiet "Bahnhofsquartier" für das Städtebauförderprogramm zu bewerben. Jetzt kam Mitte November die Zusage aus dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Das Ministerium hatte das Bahnhofsquartier zusammen mit 20 anderen Projektgebieten in hessischen Kommunen in das Programm WNE neu aufgenommen. Das durch die Stadt Fulda beantragte Gebiet umfasst den nordöstlichen Teil des Schlossgartens, das gründerzeitliche Bahnhofsviertel sowie Zuwegungen zum Gebiet.

Die genauen Fördergebietsgrenzen werden jedoch erst mit dem Beschluss eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) festgelegt, welches verpflichtend zum Anfang des Programms als Handlungsgrundlage zu erstellen ist. Bei der Aufstellung wird es – wie auch bei anderen Förderprogrammen üblich ist – eine umfangreiche Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger geben. Aus der Analyse im ISEK werden dann die einzelnen Maßnahmenschritte abgeleitet. Hierzu könnten beispielsweise die Umgestaltung des Spielplatzbereichs im Schlossgarten, Umgestaltungen im Bereich des Bahnhofumfeldes aber auch die Entsiegelung von Innenhöfen etc. gehören. In dem Bund-Länder-Programm, in dem sich Bund, Land und Kommune die Kosten jeweils zu einem Drittel teilen, können über den gesamten Zeitraum von zehn Jahren hinweg jährlich Mittel beantragt werden, eine verlässliche Aussage über die Gesamthöhe der Förderung für das Gebiet ist daher zu Beginn nicht möglich.

Die Erfahrungen in den Fördergebieten Langebrücke/Hinterburg und insbesondere Westpark und neue Grünstrukturen zeigen, welch umfangreiche und wertvolle Stadtentwicklungsprozesse mit Hilfe der Förderkulisse des Programms WNE ermöglicht werden. Zu den geförderten Maßnahmen zählen u.a. der neugestaltete Badegarten, der Wirgarten inkl. Torhaus und Wirtschaftsgebäude, die Umgestaltung des Umfeldes am Umweltzentrum, der neue Skate- und Bewegungspark, der Uferweg und vieles mehr. Allein im Jahr 2024 hat die Stadt Fulda für die beiden Gebiete des Programms WNE Förderbescheide in Höhe von 2,6 Millionen erhalten.

Bei Fragen von Bürgerinnen und Bürgern steht die Städtebauförderung der Stadt Fulda unter der E-Mail-Adresse staedtebaufoerderung@fulda.de oder der Telefonnummer (0661) 102-3273 zur Verfügung.

Hintergrund

Das Programm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Es zielt darauf ab, die baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum in Städten und Gemeinden durch bauliche Sanierung, Aufwertung, Anpassung oder Erweiterung an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Ein weiterer, wesentlicher Bestandteil des Programms sind Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, insbesondere die Erhaltung bzw. Stärkung der grün-blauen Infrastruktur. Durch die Mittel des Städtebauförderprogramms werden Städte und Gemeinden nachhaltig wirtschaftlich, sozial sowie strukturell gestärkt und lebenswerte Quartiere geschaffen. (mp/pm) +++

X