Zahlen sprechen klare Sprache
Nach tragischem Unfall stellt die Polizei klar: L3380 kein Unfallschwerpunkt
Archivbilder: O|N / Hendrik Urbin / Mathias Schmidt
28.11.2025 / EITERFELD -
Am Mittwoch war es in Eiterfeld (Kreis Fulda) zu einem schlimmen Verkehrsunfall mit zwei "massiv eingeklemmten" Fahrern gekommen, eine dritte Person erlitt eine Kopfverletzung. Schnell wurden Stimmen laut, die fragten: "Wie oft muss es hier eigentlich noch krachen, bis endlich etwas passiert?"
Eiterfelds Bürgermeisterin Dana Hauke hatte zuletzt gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt: "Uns fällt natürlich auch auf, dass es hier immer wieder zu Unfällen kommt. Deshalb sind wir schon vor fünf Jahren aktiv geworden." Bereits im Dezember 2020 habe die Gemeindevertretung beschlossen, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an diesem Knotenpunkt einzuleiten. Weitere Maßnahmen seien bereits anvisiert.
Polizeilich erfasst: Sechs Unfälle in drei Jahren
Jetzt hat auch die Polizei auf die Anfrage unserer Redaktion geantwortet. Die deutliche Mitteilung: "Die Unfallörtlichkeit wird von uns derzeit nicht als Unfallhäufungsstelle bewertet." Insgesamt sei es in den letzten drei Jahren sechs Unfälle an besagter Stelle polizeilich aufgenommen worden. So wurden im Jahr 2023 drei, 2024 zwei und 2025 ein Crash registriert. Der jüngste Unfall ist dabei noch nicht in die Statistik eingeflossen.Maßnahmen können auch ohne "Unfallhäufung" ergriffen werden
Sollten anhand der Unfallentwicklung oder aufgrund von sonstigen Erkenntnissen Auffälligkeiten oder Mängel an einer bestimmten Örtlichkeit festgestellt werden, tauschen sich die zuständigen Behörden (Straßenverkehrsbehörden, Straßenbaubehörden und Polizei) dazu aus und leiten im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten die notwendigen Maßnahmen ein.