Das sagen die Verantwortlichen
Unfallschwerpunkt L3380? Nach Crash mit zwei eingeklemmten Personen
Archivbilder: O|N / Hendrik Urbin / Mathias Schmidt
28.11.2025 / EITERFELD -
Der schwere Unfall am Mittwochabend in Eiterfeld (Landkreis Fulda) hat die Menschen erschüttert - doch er wirft auch Fragen auf. Die Stelle ist ein bekannter Unfall-Hotspot. Bereits vor Jahren wurden daher Schritte unternommen, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Vergebens?
Der Unfall ereignete sich auf der L3380 zwischen dem Kernort Eiterfeld und dem Ortsteil Ufhausen an der Kreuzung mit der Milchstraße. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren gegen 17:30 Uhr mit einem Großaufgebot im Einsatz. Zwei Personen waren nach dem Crash "massiv eingeklemmt", eine weitere Person erlitt eine Kopfverletzung.
Gemeinde hat bereits Termin mit Hessen Mobil vereinbart
Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 km/h wurde nach Prüfung durch den Regionalen Verkehrsdienst und die Polizeidirektion umgesetzt. "Weitere Maßnahmen – etwa ein Sichtschutzzaun analog zum Beispiel in Petersberg-Stöckels – wurden damals leider nicht weiterverfolgt. Wir wollen diesen Ball wieder aufnehmen und haben bereits einen Gesprächstermin mit Hessen Mobil vereinbart, um gemeinsam geeignete Schritte zur Entschärfung dieses Bereichs zu erarbeiten", sagt Hauke. So ist das Vorgehen an Unfallschwerpunkten
Im Auftrag von Hessen Mobil erklärt Natalie Reinz auf Nachfrage unserer Redaktion: "Häufen sich in einem Straßenbereich Unfälle, so wird von der Straßenverkehrsbehörde eine Unfallkommission einberufen, bestehend aus der Verkehrsbehörde, dem Straßenbaulastträger, in diesem Fall Hessen Mobil, und der Polizei. Die Unfallkommission würde entsprechend des erfassten Unfallgeschehens die weiteren Schritte beraten. Ebenso würden gemeinschaftlich und für den betroffenen Bereich geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit entwickelt werden." Bürgermeisterin Hauke: "Klar ist, jeder Unfall ist einer zu viel"
Sowohl das zuständige Polizeipräsidium Osthessen, wie auch der Landkreis Fulda, wurden von OSTHESSEN|NEWS hierzu angefragt. Eine Antwort steht aus. Für Bürgermeisterin Dana Hauke ist unterdessen klar: "Unfälle bewegen unsere Bürgerinnen und Bürger immer sehr – unabhängig davon, ob die Betroffenen aus der Gemeinde oder von außerhalb kommen. Denn klar ist: Jeder Unfall ist einer zu viel". (Moritz Bindewald) +++