Solidarität mit Swaida

Drusische Gemeinschaft erinnert an Menschlichkeit, Hoffnung und Frieden

Eine Veranstaltung, die den Frieden in den Fokus nimmt.
Fotos: AWO Fulda

27.11.2025 / FULDA - Unter dem Leitgedanken "Menschlichkeit kennt keine Grenzen " lud die Drusische Gemeinschaft im Landkreis Fulda vor Kurzem zu einer Gedenkfeier und zu einer Informations- und Solidaritätsveranstaltung in dem Bürgerzentrum Ziehers-Süd in Fulda ein. Zahlreiche Gäste kamen zusammen, um gemeinsam ein Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in Swaida in (Südsyrien) zu setzen.



Wie die Organisatoren mitteilen, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung die Trauer der Opfer und die aktuelle Situation der Drusen in Swaida, die in letzten Monaten von politischen Spannungen, zunehmender Unsicherheit und sozialen Belastungen geprägt ist. Die Redebeiträge erinnerten daran, dass hinter jeder Schlagzeile einzelne Schicksale stehen: Familien, Kinder und ältere Menschen, die trotz schwieriger Umstände Hoffnung und Zusammenhalt bewahren. Mit großer Betroffenheit sei auch an die mehr als 2.000 unschuldigen Opfer erinnert worden, die im Juli 2025 ihr Leben verloren haben. Sie sind Opfer von Gewalt und Instabilität geworden. Ihre Schicksale stehen stellvertretend für das Leid unzähliger Zivilisten, deren Stimmen oft ungehört bleiben. Die Rednerinnen und Redner betonten, dass die Drusen einer religiösen Minderheit mit jahrhundertealten Traditionen angehören würden, deren Grundwerte Toleranz, Wahrhaftigkeit, gegenseitige Unterstützung und Menschlichkeit sind. Diese Werte seien nicht nur Teil der eigenen Identität, sondern zugleich eine Brücke des Friedens zwischen Kulturen und Religionen.

Mit bewegenden Worten wurde an das Mitgefühl der internationalen Gemeinschaft appelliert, und dass die Menschen in Swaida nicht vergessen werden, sondern durch Dialog, Unterstützung und Solidarität konkrete Zeichen gesetzt werden. Gefordert wurden von den Anwesenden Frieden, Würde und Gerechtigkeit für alle Bevölkerungsgruppen, die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie der freie Zugang zu humanitärer Hilfe. Besonderer Wert wurde auf das menschliche Element gelegt - auf die Verantwortung, Mitgefühl aktiv zu leben.

Die Teilnehmenden erinnerten daran, dass Frieden nicht nur das Fehlen von Krieg bedeutet, sondern das Vorhandensein von Respekt, Vertrauen und gegenseitigem Verständnis.

Zum Abschluss der Veranstaltung bildeten alle Anwesenden einen großen Kreis - als sichtbares Zeichen der Gemeinschaft und der Hoffnung. In diesem bewegenden Moment erhob sich eine deutsche Teilnehmerin und sang das Lied "Frieden". Die eindringliche Melodie erfüllte den Raum und brachte Emotionalität, der die Botschaft des Abends auf den Punkt brachte: Frieden beginnt mit Mitgefühl und Mitgefühl kennt keine Grenzen. (pm) +++



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