Ein Zeichen für Sichtbarkeit

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Demonstration durch die Domstadt

"Wir sehen hin. Wir stehen zusammen. Wir schweigen nicht", schallte es am Dienstagabend durch die Fuldaer Innenstadt.
Fotos: Anna Weißenberger

26.11.2025 / FULDA - "Wir sehen hin. Wir stehen zusammen. Wir schweigen nicht", schallte es am Dienstagabend durch die Fuldaer Innenstadt. Anlässlich des Tags gegen Gewalt an Frauen und des Roses Revolution Day hat das neue feministische Kollektiv Femnista Fulda eine Demonstration durch die Barockstadt auf die Beine gestellt, um auf patriarchale Strukturen und strukturelle Diskriminierung aufmerksam zu machen. Über 150 Menschen waren gekommen.


Verschiedene Stationen

Feminista Fulda ist ein feministisches Kollektiv, das sich für eine Gesellschaft einsetzt, in der alle Menschen frei von Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung leben können. Die Kundgebung war nach einem ersten Aktionstag auf dem Uniplatz Anfang Oktober das erste große Event, das das Kollektiv auf die Beine gestellt hat. Der Demonstrationszug führte die Teilnehmer zu Orten in Fulda, an denen sich FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre. Trans und Agenden Personen) häufig unsicher fühlen. Um diese Orte sichtbar zu machen, wurde jede Station symbolisch beleuchtet.

Gegen Gewalt, für Gerechtigkeit

"Wir stehen heute hier, weil jede vierte Frau Opfer von sexualisierter Gewalt wurde, weil jeden Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner ermordet wird", äußerte Frauke Goldbach von Feminista Fulda, "Wir stehen heute hier, weil 63 Prozent aller politisch engagierten Frauen digitale Gewalt erleben, weil jedes Jahr zwölf Millionen Mädchen vor ihrem 18. Lebensjahr zwangsverheiratet werden und weil jede zweite Frau Gewalt unter der Geburt erlebt." Man wolle mit der Kundgebung ein deutliches Zeichen setzen: Gegen patriarchale Gewalt, für das Recht auf Sicherheit und Selbstbestimmung - überall und jederzeit. Goldbach appellierte an die Anwesenden: "Wir möchten uns heute mit allen FLINTA-Personen weltweit solidarisieren, gegen Gewalt und für Gerechtigkeit einstehen. Deshalb sind wir heute hier. Lasst uns gemeinsam zeigen: Wir sehen hin: Wir stehen zusammen. Wir schweigen nicht." (Anna Weißenberger) +++

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