Räumung auch 2024 in Bad Hersfed

Razzien nach Bombendrohungen gegen Schulen und Bahnhöfe

Wegen einer Drohung war das Einkaufszentrum in der Innenstadt von Essen vollständig geräumt worden.
Archvfoso: Florentine Dame/dpa

25.11.2025 / WIESBADEN - Nach bundesweiten Bombendrohungen unter anderem gegen Schulen und Bahnhöfe hat die Polizei mehrere Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt durchsucht.



Die Ermittlungen richten sich gegen vier Beschuldigte, darunter zwei Jugendliche. Sie sollen Hunderte Drohmails verschickt haben, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) gemeinsam mitteilten. Ihnen werde zur Last gelegt, "als Teil einer überregional agierenden Tätergruppierung für Hunderte Drohmails mit vorgetäuschten bundesweiten Bombendrohungen gegen Schulen, Hauptbahnhöfe, Einkaufszentren und andere städtische sowie öffentliche Einrichtungen verantwortlich zu sein."

Gruppe soll sich in Chat-Gruppe "Schweinetreff" vernetzt haben

In Hunderten von Fällen seien Polizeieinsätze ausgelöst worden, hieß es. Laut den Angaben hatte sich die Gruppe rein virtuell zusammengeschlossen - und zwar unter einer geschlossenen Messenger-Gruppe namens "Schweinetreff". Ziel sei gewesen, "den öffentlichen Frieden unter Androhung von Straftaten zum Nachteil von Leib und Leben zu stören, größtmögliche Einsatzlagen auszulösen und größtmögliche Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen".

Zu den konkreten Fällen gehören:

"Wenn gleich infolge der Tathandlungen kein schädigendes Ereignis eingetreten ist, entstand durch die Evakuierungsmaßnahmen in Deutschland ein immenser Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich", hieß es. Zudem hätten besonders die Einsätze in Schulen psychologische Belastungen ausgelöst (dpa) +++

X