Strecke wieder freigegeben

Umgekippter Tiertransporter blockt Verkehr auf der A49 - Schweine irren umher

Kuriose Unfallmeldung aus dem Nachbarlandkreis: Auf der A49 zwischen Schwalmstadt und Neuental (Schwalm-Eder-Kreis) ist am Montagmorgen ein Tiertransporter verunglückt. Der Lastwagen, der Schweine zum Schlachthof bringen sollte, kippte aus bislang ungeklärter Ursache um.
Fotos: Philipp Apel

25.11.2025 / SCHWALMSTADT - Kuriose Unfallmeldung aus dem Nachbarlandkreis: Auf der A49 zwischen Schwalmstadt und Neuental (Schwalm-Eder-Kreis) ist am Dienstagmorgen ein Tiertransporter verunglückt. Der Lastwagen, der Schweine zum Schlachthof bringen sollte, kippte aus bislang ungeklärter Ursache um. Seitdem laufen mehrere Tiere auf der Fahrbahn umher. Die Landesmeldestelle warnte, dass sich weiterhin Schweine auf beiden Richtungsfahrbahnen bewegen und Autofahrer gefährden könnten. Die Autobahn 49 bei Schwalmstadt war bis etwa 17 Uhr in beide Fahrtrichtungen zwischen den Anschlussstellen Schwalmstadt und Neuental voll gesperrt.



Wie eine Streife der Polizeiautobahnstation Baunatal berichtet, war ein Sattelzug gegen 04:20 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Kassel unterwegs, als er kurz nach dem Tunnel "Frankenhain" aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Die Sattelzugmaschine kippte dabei vollständig auf die Fahrzeugfront. Der Fahrer des Lkw blieb bei dem Unfall unverletzt. Der mit Schweinen beladene Tiertransportanhänger kippte auf die Seite und wurde ebenfalls stark beschädigt, sodass in der Folge mehrere Tiere auf der Fahrbahn herumliefen.

Wer auf der A49 bei Schwalmstadt unterwegs ist, musste also etwas Geduld mit sich bringen. Die Polizei erklärte, dass die Bergung des verunfallten Transporters erst beginnen kann, wenn alle Tiere eingefangen sind. Das könne noch deutlich Zeit in Anspruch nehmen. "Wie viele Schweine insgesamt betroffen sind, können wir momentan nicht sagen", hieß es vonseiten der Beamten. Fest steht: Auf der Autobahn sind nur "eine Handvoll" Tiere unterwegs - doch die zeigen bislang kaum Bereitschaft, sich wieder einfangen zu lassen. "Derzeit befinden sich Mitarbeiter des Veterinäramtes an der Unfallstelle, welche gemeinsam mit tierärztlichem Personal die Tiere einfangen und leider auch einige verletzte Schweine von ihrem Leiden erlösen mussten. Der entstandene Schaden an dem Lkw und dem Anhänger wurde auf rund 100.000 Euro geschätzt."

Die Folge war eine Vollsperrung der A49 in beide Richtungen. Rund drei Kilometer Stau hatte sich jeweils gebildet. Glücklicherweise blieb der Fahrer des Transporters unverletzt. Auch die empfohlene Umleitungsstrecke über Treysa, Allendorf und Schlierbach waren stark überlastet. Verkehrsteilnehmer sollten nach Möglichkeit großräumig über die B454 und B254 ausweichen - oder alternativ über die A5 und A7. Gegen 17 Uhr wurde die Autobahn wieder freigegeben. (ms) +++

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