Auf dem Weg in die Zukunft

Auf 10.800 Quadratmeter großem Baugrundstück - Spatenstich für THW-Neubau

Kürzlich fand der erste Spatenstich für die neue Unterkunft des THW-Ortsverbandes Rotenburg im Rahmen des THW-Bauprogramms 2020-2030 statt.
Fotos: THW/Michael Walsdorf

25.11.2025 / ROTENBURG/F. - Kürzlich fand der erste Spatenstich für die neue Unterkunft des THW-Ortsverbandes Rotenburg im Rahmen des THW-Bauprogramms 2020-2030 statt. "Angesichts veränderter weltpolitischer Gegebenheiten sind modernere THW-Liegenschaften der richtige Weg in die Zukunft zu einem einsatzbereiteren und resilienteren Zivilschutz", erläutert THW-Präsidentin Sabine Lackner.



Das Bauprogramm ist ein bedeutender Baustein zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Bis zu 200 moderne, funktionale und nachhaltige Neubauten werden bundesweit für die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) entstehen - Orte, an denen ehrenamtliches Engagement, technische Kompetenz und gesellschaftlicher Zusammenhalt ein Zuhause finden. Die Umsetzung des Neubauprojektes erfolgt gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und den Bauverwaltungen der Länder unter Federführung des Amtes für Bundesbau Schleswig-Holstein (AfB).

In Rotenburg entstehen auf einem etwa 10.800 Quadratmeter großen Baugrundstück im Gewerbegebiet nördlich vom Hessenring ein Gebäude mit rund 650 Quadratmetern Nutzfläche, sowie zwei Hallen mit 16 Stellplätzen. Der Neubau wird die Heimat von rund 80 Ehrenamtlichen und bietet ausreichend Platz für den Technischen Zug mit seinen beiden Fachgruppen. Diese Baumaßnahme führen die BImA, der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen und das THW gemeinsam durch. Die serielle, systematisierte Bauweise ermöglicht die Fertigstellung in weniger als einem Jahr.

Bürgermeister Weber: "Die Kameraden haben es wahrlich verdient!"

"Wir als Stadt freuen uns, dass unser THW-Ortsverband am heutigen Tage den Spatenstich für die neue Unterkunft vollziehen konnte. Die Kameradinnen und Kameraden, die ehrenamtlich für uns als Gesellschaft aktiv sind, haben es sich wahrlich verdient, bald in eine neue Unterkunft einziehen zu können!", erklärte Rotenburgs Bürgermeister Marcus Weber.

Der Ortsverband Rotenburg ist einer von bundesweit bis zu 200 THW-Standorten, an denen die Unterbringung der Ehrenamtlichen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. In einem ersten Schritt werden daher 30 neue THW-Liegenschaften mit Fahrzeughallen errichtet – eine davon für den Ortsverband Rotenburg.

Es mangelt vielerorts

Bundesweit neue Gebäude zu errichten ist notwendig, da viele THW-Unterkünfte im Laufe der Jahre nicht mehr den gestiegenen Anforderungen an eine moderne Unterbringung genügen. Es mangelt an Platz für die wachsende sowie vielfältiger gewordene Technik, die Gebäude entsprechen nicht mehr aktuellen Energie- und Umweltstandards. Auch sind THW-Liegenschaften für die Anzahl an Einsatzkräften zu klein geworden, es fehlen ausreichend dimensionierte Sanitärbereiche besonders für Frauen und Mädchen.

Der Ortsverband Rotenburg wurde 1954 gegründet und gehört zum Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland. Neben einem Zugtrupp und einer Bergungsgruppe sind hier eine Fachgruppe Notfallversorgung sowie eine Fachgruppe Trinkwasseraufbereitung disloziert. Die ehrenamtlichen THW-Kräfte sind in die örtliche Gefahrenabwehr der Region und bei größeren THW-Einsätzen auch auf Bundes- und Landesverbandsebene eingebunden. Bei Schadensereignissen wie Hochwasser, Schneestürmen, größeren Verkehrsunfällen, Trinkwasseraufbereitung und Versorgung, Bränden oder Gebäudeeinstürzen kommen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zum Einsatz. (mmb/pm) +++

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