SPD esucht Baufirma Räuber
Austausch über Chancen und Herausforderungen der Bauwirtschaft
Foto: Ulli Wolf
24.11.2025 / BAD HERSFELD - Im Rahmen ihrer Unternehmensbesuche war die SPD-Fraktion Bad Hersfeld zu Gast bei der traditionsreichen Baufirma Räuber. Das 1956 gegründete Familienunternehmen ist seit 1974 fest in Bad Hersfeld verwurzelt und zählt mit rund 210 Mitarbeitern in der gesamten Unternehmensgruppe zu den bedeutenden Arbeitgebern in Stadt und Region.
Im Gespräch mit Firmenchef Rolf Räuber, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Schwester leitet, erhielten die Mitglieder der SPD-Fraktion einen umfassenden Einblick in die aktuellen Projekte und Herausforderungen der Bauwirtschaft. Zu den derzeitigen Bauvorhaben zählen unter anderem der Neubau des EDEKA-Marktes in Bad Hersfeld, Asphaltierungsarbeiten im Stadtgebiet, die Sanierung der Volkshochschule im Kasernengelände sowie die Errichtung der Außenanlagen des neuen Timberjacks-Restaurants, welches erst kürzlich eröffnet hat.
Rolf Räuber nutzte die Gelegenheit, um auf die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage in der Branche hinzuweisen. Investitionsstopps aufgrund leerer öffentlicher Kassen, ein zunehmender Fachkräftemangel sowie eine überbordende Bürokratie – insbesondere bei Ausschreibungen, Genehmigungsverfahren und Dokumentationspflichten – stellen das Unternehmen vor große Herausforderungen. Besonders betonte er die Bedeutung einer zukunftsfähigen Entsorgungsstrategie und die Notwendigkeit, den Standort Bad Hersfeld für qualifizierte Fachkräfte attraktiv zu gestalten: "Ingenieure muss man locken können", so Räuber.
"Paradebeispiel für mittelständisches Unternehmertum"
Die SPD-Fraktion zeigte sich beeindruckt vom Engagement und der Innovationskraft des Unternehmens. "Die Firma Räuber ist ein Paradebeispiel für mittelständisches Unternehmertum in unserer Region. Der offene Austausch war für uns äußerst wertvoll", so Fraktionsvorsitzender Karsten Vollmar. Und Dirk Siebert, der SPD-Stadtverbandsvorsitzende ergänzt: "Wir nehmen die angesprochenen Anliegen ernst und werden sie in die politische Arbeit auf kommunaler und überregionaler Ebene einfließen lassen."