NATUR: NATÜRLICH-ABSTRAKT eröffnet

Vernissage der Jahresausstellung des Kunstvereins Fulda

v. L. Alexander von Pazatka, Angelika Bittner-Schwenk, Dr. Thomas Heiler, Vanessa Pabe, Anne Härtel-Geise, Dr. Frank Verse und Wolf Mihm.
Fotos: Anna Weißenberger

24.11.2025 / FULDA - Endlich war es wieder soweit: Am Sonntagmittag lud der Kunstverein Fulda zur Eröffnung der diesjährigen Jahresquerschnittsausstellung in das Vonderau Museum Fulda ein. In den vergangenen Monaten haben 70 Künstlerinnen und Künstler mit viel Herzblut an ihren neuen Werken gearbeitet, natürlich alle passend zum Ausstellungsmotto "NATUR: NATÜRLICH-ABSTRAKT". Zur feierlichen Vernissage, die von Wolf Mihm moderiert wurde, überbrachte nicht nur Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums Fulda, seine Glückwünsche, sondern auch Dr. Thomas Heiler, Leiter des Kulturamtes und des Stadtarchivs Fulda.



Wie in jedem Jahr haben die Mitglieder gemeinsam ein Thema gewählt, das vielfältige künstlerische Annäherungen erlaubt. Die ausgestellten Werke zeigen persönliche Sichtweisen auf Natur – als Lebensraum, als poetischen Ort, als fragile Ressource oder als abstrakte Erfahrung von Form, Farbe und Struktur. Eine unabhängige Jury hat aus den eingereichten Arbeiten eine Auswahl getroffen, die das breite Spektrum der künstlerischen Positionen im Kunstverein Fulda sichtbar macht. Das Ergebnis: 170 Werke von 70 Künstler. Die Ausstellung umfasst Malerei, Grafik, Skulptur, Papier- und Glaskunst, Textiles, Fotografie und Film, Collage, Installation sowie weitere Ausdrucksformen. Wie jedes Jahr erstreckt sich die Schau über drei Etagen des Vonderau Museums Fulda und eröffnet damit Raum für unterschiedliche Perspektiven und eindrucksvolle Raumerlebnisse.

Verse: "Bin ausgesprochen beeindruckt"

"Ich weiß, ich sage das jedes Jahr, aber ich möchte es auch in diesem Jahr wieder besonders betonen: Ich bin ausgesprochen beeindruckt, mit was für einer Bandbreite Sie sich sowohl inhaltlich als auch künstlerisch mit dem Thema NATUR: NATÜRLICH-ABSTRAKT auseinandergesetzt haben", lobte Dr. Frank Verse, Leiter des Vonderau Museums Fulda, die neue Ausstellung, "Die meisten Ausstellungen, die wir hier haben, sind von uns selbst auskuratiert und geprägt. Bei der Ausstellung, die wir hier heute eröffnen, handelt es sich aber um eine Ausstellung, die genuin vom Kunstverein organisiert wurde. Liebe Künstlerinnen und Künstler, Danke für die Beteiligung, Danke für die Organisation, ihr habt wieder eine beeindruckende Ausstellung auf die Beine gestellt."

Werke drücken Respekt vor Natur aus

Für Dr. Thomas Heiler war es voraussichtlich die letzte Ausstellungseröffnung als Leiter des Kulturamtes und des Stadtarchivs, denn er wird sich in Kürze in den Ruhestand verabschieden. "Alle drei Räumen erwarten den Besucher in fast überfordernder Farbigkeit. Das verwundert einen, denn in den letzten Jahren hat in allen Kunstbereichen die Dystopie die Macht ergriffen und der Zustand unserer Welt lässt erwarten, dass man sich der Natur nur noch in Grautönen nähert", begann er, "Aus allen Arbeiten strömt meines Erachtens Respekt vor der Natur, ihrer Schönheit als Quelle der Ruhe und als Quelle der Inspiration." Zum Schluss äußerte er: "Insofern wünsche ich der Ausstellung alles Gute und danke Ihnen nochmal für ihr großes Engagement."

Kunst füllt Raum mit Persönlichkeit

Auch die erste Vorsitzende des Kunstvereins Anne Härtel-Geise ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die zahlreichen Gäste zu richten: "Die Jahresausstellung an diesem Ort ist eine ganz gewachsene Tradition und wir schätzen die stets herzliche sowie äußerst professionelle Betreuung. Es ist erfreulich zu sehen, mit welchem Engagement die Stadt Fulda ihre Verantwortung für die Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler wahrnimmt. Dass wir diese traditionsreiche Jahresausstellung hier im Vonderau Museum fortsetzen dürfen, ist dafür ein schönes, aber auch ein ganz wichtiges Zeichen."

Sie appellierte an die vielen anwesenden Kunstfreunde: "Gönnen Sie sich ein Unikat. Ein Kunstwerk begleitet Sie oft lange Jahre, füllt Räume mit Persönlichkeit und lässt neue Gedanken entstehen. Vielleicht finden sie gerade heute das Werk, das Sie so berührt hat." Am Ende blieb ihr und den anderen Beteiligten nur noch eins zu sagen: "Und jetzt kommt der wichtigste Satz: Die Ausstellung ist eröffnet." (Anna Weißenberger) +++

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