Mängel behoben

Nach anderthalb Jahren Schließung: Museum Steinau endlich wieder geöffnet!

Das Museum Steinau wurde am Sonntag nach anderthalb Jahren wiedereröffnet.
Fotos: Andreas Bejm

24.11.2025 / STEINAU/STR. - Nach eineinhalb Jahren Schließzeit öffnete das Museum Steinau am Sonntagvormittag endlich wieder seine Türen. Die Behebung sicherheitsrelevanter Mängel ist abgeschlossen - und Museumsleiterin Stefanie Dallmann spricht von einer "Herzensangelegenheit", die pünktlich noch vor Jahresende gelungen ist. Besucher erwartet nun erneut eine dichte, atmosphärische Reise in die Welt der Brüder Grimm und die Geschichte der einst bedeutenden Handelsstadt Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis).



Nach langer Pause ist das Museum Steinau ab sofort wieder zugänglich. Grund für die einjährige Schließzeit waren notwendige Maßnahmen der Besuchersicherheit, darunter technische Prüfungen und die Behebung von Brandschutzmängeln. "Es war eines unserer Hauptziele, das Museum noch in diesem Jahr wieder zu öffnen. Dass wir es tatsächlich geschafft haben, macht uns unglaublich glücklich", erklärt Museumsleiterin Stefanie Dallmann im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Ausstellung bleibt unverändert

An der Ausstellung selbst wurde bewusst nichts verändert, sie bleibt in ihrer ursprünglichen Form bestehen. "Wir wollten das, was die Besucher so schätzen, erhalten. Es ging rein um Sicherheitsfragen", so Dallmann. Warum Steinau an der Straße bis heute ein zentraler Ort regionaler Identität ist, erklärt die Museumsleiterin klar: Die Stadt war über Jahrhunderte eine wichtige Station an der Via Regia, einer der großen Ost-West-Handelsrouten zwischen Frankfurt und Leipzig. Diese Lage prägte Handwerk, Handel und Reisen und genau diese Welt mache das Museum besonders anschaulich.

Das Museum zeigt, wie beschwerlich und gefährlich Reisen zur Zeit der Brüder Grimm sein konnten. Herbergen, Schmiede, Wagner und Sattler prägten das Stadtbild, und die historische Atmosphäre ist in Steinau teilweise bis heute sichtbar. "Das Museum funktioniert wie eine Lupe auf eine Epoche, die sonst sehr abstrakt wirkt", sagt Dallmann. "Hier kann man nachvollziehen, wie die Menschen lebten und warum gerade Jakob Grimm ein so politisch denkender Mensch wurde."

Die feierliche Wiedereröffnung war ein voller Erfolg! Künftig soll das Museum mehr sein als ein Ort des Wissens: "Wir wollen ein Treffpunkt für die Steinauer werden", betont die Leiterin. Vortragsreihen, Angebote im historischen Dialog mit dem Brüder-Grimm-Haus und Raum für kulturellen Austausch sollen das Haus beleben. Gleichzeitig lädt Dallmann dazu ein, die Ausstellung neu zu entdecken: "Es lohnt sich, die vielen versteckten Geschichten hinter unseren Exponaten wieder auf sich wirken zu lassen." (ems) +++

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