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Studentenverbindung Adolphiana feiert 40. Stiftungskommers

Der Geist alter Studentenherrlichkeit wehte am Samstagabend durch die Räume der Alten Universität. Der 40. Stiftungsfestkommer war der Höhepunkt des Stiftungsfestes der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Adolphiana zu Fulda (KDStV).
Fotos: Marvin Myketin

24.11.2025 / FULDA - Der Geist alter Studentenherrlichkeit wehte am Samstagabend durch die Räume der Alten Universität. Der 40. Stiftungsfestkommer war der Höhepunkt des Stiftungsfestes der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Adolphiana zu Fulda (KDStV).

Mit 40 Jahren ist die Verbindung genau genommen noch gar nicht sehr alt, wie auch Philistersenior Pfarrer Daniel Göller in seiner Betrachtung zum Gründungsjahr 1985 verdeutlichte. Agentenaustausch und Antiatomkraftbewegung, das Schengener Abkommen und der neue KPDSU Generalsekretär Michail Gorbatschow waren damals aktuell. In dieser Zeit entschieden sich vier junge Männer, die Studentenverbindung ins Leben zu rufen.



Religion, Vaterland, Freundschaft und Wissenschaft seien bis heute Prinzipien der Verbindung, der Gründung von der Palatina Marburg unterstützt worden war. Diese war wie viele andere Verbindungen mit farbenprächtigen Chargiertenabordnungen in der Aula vertreten. Während des Festkommers wurde viel gesungen und auch viel Latein gesprochen. Dazwischen gab es immer wieder zwanglos Gespräche.

Güntner: Die Verbindung gleicht dem Autobahn-Netz

Festredner war der Geschäftsführer der Autobahn GmbH, der gebürtige Fuldaer und KDStV Mitglied Dr. Peter Güntner. "40 Jahre sind ein schönes Alter, da hat man schon einiges bewegt, das gilt für Menschen wie für Verbindungen". Die Prinzipien der Verbindung analogisierte er mit Funktionen der Autobahn. Der Glaube sei das Navigationssystem des Lebens, und die Religion der Rastplatz, wo man Kraft schöpfen könne.

Die 44 Autobahnkirchen, die jährlich eine Million Besucher verzeichneten, seien Tankstellen des Glaubens. Die Wissenschaft sei ein Wegweiser in die moderne Welt. Diesen brauche man auch für die Weiterentwicklung der Autobahnen zum Beispiel durch den Aufbau eines Schnellleitsystemes. Güntner zeigte sich zuversichtlich, dass mit moderner Verkehrstechnik die ökologischen Probleme der Zeit in den Griff zu bekommen seien.

Deutschland würde ohne Autobahn nicht funktionieren

Lob zollte Güntner dem Autobahnbetriebsdienst für seine gefährliche Arbeit. Hier komme die Freundschaft ins Spiel, denn die Autofahrer müssten aufpassen, dass sie die Arbeiter mit den Warnwesten nicht gefährdeten. Das Vaterland sei "essenzielle Beschilderung am Wegesrand". Deutschland würde ohne Autobahn nicht funktionieren.

Mit 13.000 Kilometern Länge sei die Autobahn das größte Bauwerk des Landes. 60 Prozent der Bevölkerung nutzten sie mindestens ein Mal im Monat. Sie sei ähnlich wie die Verbindungen ein Kulturgut mit internationalem Renommee. Ohne Autobahnen würde das Land stillstehen.

Neumitglieder und Ehrungen

Während des Festkommers wurden auch Daniel Schier, Dr. David Born, Ulrich Mohrmann, Prof. Peter Schallenberg und Andreas Göring als Mitglieder aufgenommen. Für ihre besonderen Verdienste wurden Prof. Wolfgang Ehrenberger und Dr. Christian Schäfer mit dem Ehrenband ausgezeichnet. In den Kreis der Philister, also der länger bedienten Kooperierten, wurden Philipp Trabert und Ruben Sämann aufgenommen.

Schon am Freitag traf sich die KDStV zu einem Begrüßungsabend, zu dem als Gäste der Jerusalemer Abt Nikodemus Schnabel und der Landtagsabgeordnete Thomas Hering gekommen waren. Am Sonntag kamen die Verbindungsmitglieder im Dom zur Heiligen Messe zusammen, die Verbindungsseelsorger Prof. Dr. Bernd Willmes und Prof. Dr. Peter Schallenberg zelebrierten. (Bernd Götte) +++

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