In der Bahnhofsmission

Neues Projekt: "Das Frauencafé öffnet seine Türen"

Mit "Das Frauencafé öffnet seine Türen" hat die ökumenische Bahnhofsmission Fulda ein neues Projekt ins Leben gerufen. An jedem dritten Mittwoch im Monat steht die Bahnhofsmission von 14 bis 16 Uhr ausschließlich Frauen offen.
Fotos: Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa

23.11.2025 / FULDA - Mit "Das Frauencafé öffnet seine Türen" hat die ökumenische Bahnhofsmission Fulda ein neues Projekt ins Leben gerufen. An jedem dritten Mittwoch im Monat steht die Bahnhofsmission von 14 bis 16 Uhr ausschließlich Frauen offen. Realisiert werden konnte dieses Angebot dank einer Spende des Lions Club St. Bonifatius Fulda.



Das Angebot, ein Ort der Begegnung, ermöglichte den anwesenden Frauen und Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission miteinander ins Gespräch zu kommen. So wurde das erste Treffen bei Kaffee und Kuchen dazu genutzt, Ideen für künftige Treffen zu sammeln. Diese reichten über Bastelangebote, Beratung, Gesprächsangebote, Gestaltung von situationsbezogenen Aktivitäten bis hin zu Vorträgen in Kooperation mit Vereinen.

Die Möglichkeit weitere Ideen einzubringen, bleibe natürlich offen, so die Leiterin der ökumenischen Bahnhofsmission Annika Ettrich, Caritas. Diese betonte, dass Frauen häufig durch Bürokratie, Digitalisierung, Leben in prekären Lebenssituationen und Schamgefühl von sozialer Teilhabe ausgeschlossen seien. Das erschwere zudem den Zugang zu Hilfsangeboten. Gerade Frauen, die Gewalt erfahren hätten oder in Armut lebten, seien auf Unterstützung angewiesen. Die Bahnhofsmission habe hier durch ihr niederschwelliges Angebot eine Schlüsselposition, um in die örtlichen Beratungsstellen und Hilfsangebote zu vermitteln.

Positive Effekte des Frauencafés

Der Anteil von Frauen in der Bahnhofsmission Fulda habe im Jahr 2024 nur 13,65 Prozent betragen. Das zeige, dass die Räume zahlenmäßig vor allem von Männern genutzt würden, so das Team der Ehrenamtlichen. Manchen Frauen scheuten deshalb aus Sicherheitsgründen oder weil sie Gewalt erfahren hätten zur Bahnhofsmission zu kommen. Das neue Frauencafé solle Barrieren abbauen, Mut machen, sich zu öffnen, sich einzubringen und Selbstvertrauen zu gewinnen, resümierte die ehrenamtliche Leiterin des Frauencafé Monika Weiß. Nur in einem geschützten Rahmen sei das möglich und biete die Chance für Frauen, Anschluss an das Hilfesystem zu bekommen.

Die ökumenische Bahnhofsmission ist dem Lions Club St. Bonifatius dankbar, weil durch seine Spende aus der Ostereieraktion erst die Finanzierung des Frauencafés möglich wurde. Gerne werden weitere zweckgebunden Geld- oder Sachspenden wie Schlafsäcke, Hygieneartikel für Frauen entgegengenommen. Gesucht werden auch immer wieder ehrenamtliche Frauen und Männer, die sich in der Bahnhofsmission, sei es in der täglichen Arbeit oder im Frauencafé engagieren wollen. Ansprechpartnerin ist Annika Ettrich, Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa. Das nächste Frauencafé findet am 17. Dezember von 14 bis 16 Uhr in der Bahnhofsmission statt, zu dem alle Frauen, auch solche, die sich als Frauen identifizieren, eingeladen sind. (kg/pm) +++

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