Brücke über das Eselswasser

Bürgerproteste ernst genommen: Gemeinde sucht Lösung für Brücke

Die Brücke über das Eselswasser ist für viele Menschen in Flieden (Landkreis Fulda) mehr als nur eine einfache Querung. Sie ist ein vertrauter Weg, ein Stück Alltagsgeschichte, ein Ort, mit dem Erinnerungen verbunden sind.
Fotos: Marvin Myketin

21.11.2025 / FLIEDEN - Die Brücke über das Eselswasser ist für viele Menschen in Flieden (Landkreis Fulda) mehr als nur eine einfache Querung. Sie ist ein vertrauter Weg, ein Stück Alltagsgeschichte, ein Ort, mit dem Erinnerungen verbunden sind. Bürgermeister Christopher Gärtner (CDU) erklärt dazu: "Ich habe die Brücke zur Chefsache gemacht. Wir arbeiten gemeinsam mit Hochdruck daran, einen Weg zu finden, der für alle akzeptabel ist. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger hinbekommen."


Zugleich betont er: "Solange noch keine Lösung gefunden ist, verspreche ich, dass die alte Brücke bleibt." In den vergangenen Tagen seien bei der Gemeindeverwaltung zahlreiche Anrufe, E-Mails, persönliche Gespräche eingegangen, Unterschriften werden gesammelt und eine Online-Petition ist im Umlauf. Jede einzelne dieser Rückmeldungen wurde aufmerksam wahrgenommen und sorgfältig gelesen. Das teilt Bürgermeister Christopher Gärtner (CDU) in einer Pressemitteilung mit.

Gärtner betont: "Ich verstehe gut, warum dieses Thema die Menschen so berührt. Niemand – weder der Gemeindevorstand noch ich persönlich – möchte diese Brücke einfach verschwinden sehen. Es ist uns wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen: Wir hören ihnen zu." Trotz der emotionalen Bedeutung der Brücke müssen wir als Gemeinde bestimmte gesetzliche Vorgaben beachten. Dazu gehört vor allem die Verantwortung für die Sicherheit und Haftung rund um die Brücke sowie der verpflichtende Schutz von Natur und Gewässer, insbesondere im FFH- und Natura-2000-Bereich des Eselswassers. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen geben uns klare Grenzen vor, die wir nicht ignorieren dürfen.

Am Donnerstag fand kurzfristig ein Treffen im Rathaus statt. Daran teilgenommen haben Vertreter aller Fraktionen der Fliedener Gemeindevertretung, der Gemeindevorstand sowie ein Mitarbeiter des Fachdienstes Wasser und Bodenschutz des Landkreises Fulda. In diesem Gespräch wurden erneut die rechtlichen Vorgaben, die Sicherheitslage und mögliche Handlungsspielräume intensiv besprochen.

"Ich nehme alle Sorgen und Hinweise sehr ernst – und ich nehme sie mir auch zu Herzen", sagt Bürgermeister Gärtner. "Viele Gespräche haben mich persönlich erreicht, und ich möchte, dass die Menschen wissen: Wir sind in dieser Frage nicht stur oder unnachgiebig. Wir versuchen, eine Lösung zu finden, die das Gemeinwohl im Blick behält und gleichzeitig den berechtigten Wünschen der Bevölkerung Raum gibt."

Die Gemeinde möchte in dieser sensiblen Situation Zuversicht geben: "Wir sehen die Sorgen. Wir verstehen die Emotionen. Und wir arbeiten verantwortungsvoll daran, eine gute Lösung zu finden – mit Ruhe, Respekt und Augenmaß." (pm/ems) +++

X