Der Stadtpfarrer bei O|N
"Wir starten in den Advent 2025 - in den Advent des Lebens und dieser Welt"
Archivfotos: O|N/ Carina Jirsch
29.11.2025 / FULDA -
Aber was heißt das für uns heute – in dieser Zeit, in diesem Jahr 2025? Jeder Mensch trägt seinen eigenen Advent in sich. Es gibt Zeiten des Wartens, Zeiten der Dunkelheit, Zeiten, in denen wir auf Licht hoffen – auf Heilung, auf Versöhnung, auf einen neuen Anfang. Vielleicht warten Sie auf eine Veränderung in Ihrem Leben, auf einen Menschen, auf Klarheit in einer Entscheidung, auf Trost in einer schweren Zeit. Advent ist aber auch das Versprechen Gottes: "Ich komme. Ich lasse dich nicht allein." Gott wird Mensch – mitten in unserer Unvollkommenheit, mitten in unseren Sorgen. Advent heißt damit: Das Licht ist unterwegs.
Advent ist Bewegung. Kein Stillstand. Vielleicht ist das unsere Aufgabe in diesem Advent 2025: Wieder neu aufzubrechen – aus unserer Bequemlichkeit, aus unserer Resignation, hinein in das Vertrauen, dass Gott tatsächlich kommt. Vielleicht bedeutet Advent für uns: Einander neu wahrnehmen, zuhören, helfen, teilen, beten, hoffen. Denn Gott kommt nicht nur irgendwann – er kommt heute. Er kommt, wo Menschen einander Licht bringen. Er kommt, wo wir Frieden stiften. Er kommt, wo Liebe stärker ist als Angst.
Wir starten morgen in den Advent 2025 – in den Advent unseres Lebens, in den Advent dieser Welt. Mögen die Lichter, die wir entzünden, mehr sein als Dekoration. Mögen sie Zeichen der Hoffnung sein. Mögen sie uns erinnern: Gott ist unterwegs – zu uns, mit uns, in uns. "Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht." (Lk 21,28) In diesem Sinne einen gesegneten Advent. (Stefan Buß)+++