Klingende Wohltätigkeit in Uniform
Das Heeresmusikkorps begeistert auch mit der Stahlpfanne
Das Heeresmusikkorps begeistert
Fotos: goa
20.11.2025 / ALSFELD -
Vielseitigkeit, Bandbreite, Tradition und Moderne. Wenn dies alles zutrifft und obendrein die militärische Akkuratesse auf klangliche Präzision und Spielfreude trifft, ist meist das Heeresmusikkorps (HMK) aus Kassel nicht weit weg. Einmal mehr belegte die Formation ihre Spitzenklasse anlässlich eines großartigen Konzertabends auf Einladung der OVAG in der Alsfelder Hessenhalle, bei dem sie obendrein noch für die gute Tat zur Verfügung standen. Ein Vogelsberger Bläser hatte dabei sogar ein Heimspiel.
Unter dem Dirigat von Hauptmann Christoph Schiffers, der seit Februar 2025 das HMK leitet, wurden die Konzertbesucher auf eine musikalische Reise geschickt. Mit den eröffnenden "Flashing Winds" und Variationen von Schumann flog das Raumschiff Hessenhalle bis zum Orion – der stimmungsvolle Bühnenhintergrund passte dazu ebenso wunderbar, wie das punktgenaue Tenorhorn-Spiel des Solisten Oberfeldwebel Max Arnold, der seit August 2024 musikalisch im HMK zu Hause ist. Der verheiratete Vater eines Kindes wohnt in Sandberg in der bayrischen Rhön und erfüllte die Anmoderation seines "Chefs" voll und ganz. "Warten Sie ab, was man mit dem Tenorhorn so alles anstellen kann", hatte Schiffers die Latte vorher hoch gelegt.
Ein echtes Heimspiel hatte Trompeter Hauptfeldwebel Marius Pfeil aus Homberg / Ohm, Ortsteil Ober-Ofleiden. Er gehört dem HMK Kassel seit November 2024 an und bestätigte wie Max Arnold im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Wir wurden im vergangenen Jahr im HMK klasse aufgenommen und haben hier definitiv unsere Wunschverwendung gefunden!"
Herausragende Filmmusik ("How to Train a Dragon" und Batman) stand ebenso auf dem Programm wie Märsche und ein Musical-Medley. Etwas Besonderes war der Ausflug nach Trinidad and Tobago: Stabsfeldwebel Claudia Römer hatte sich 2019 in Edinburgh von der "Stahlpfanne" (Steel Pan) inspirieren lassen, erlernte das Spiel des herrlich karibisch klingenden Instrumentes und zelebrierte es in perfektionierter Leichtigkeit.
Das Arrangement wurde eigens für das HMK geschrieben, wie Hauptmann Schiffers wissen ließ. Das Publikum sparte nicht mit Applaus, wie auch bei den anderen Werken eines tollen Konzertabends, dessen Erlös zugunsten der Initiative "JeKits" und des Bundeswehr-Sozialwerks gingen. Schade nur, dass einige Plätze der Hessenhalle leer geblieben waren. (goa) +++