Martinisymbol im Fokus
"Mantel teilen": Hoch-oben-Gottesdienst zeigt, wie kleine Taten Großes bewirken
Fotograf: Ralph Leupolt für antonius
19.11.2025 / FULDA -
Der Hoch-oben-Gottesdienst auf dem Fuldaer Frauenberg am Dienstag stand im Zeichen des Teilens. Eine Woche nach dem Martinstag griff die Kooperation Frauenberg – Franziskaner und antonius das bekannte Bild des heiligen Martin auf: der Mantel, den er dem frierenden Bettler schenkte.
Alexander Gies aus dem Führungsteam von antonius : gemeinsam Mensch begrüßte die Besucherinnen und Besucher. Er erinnerte an das Symbol des Teilens: "Teilen kann Freude wachsen lassen und Sorgen leichter machen." Mit dieser Botschaft ließ sich der Abend tragen.
Vielfältige Mitwirkende
Gestaltet wurde der Gottesdienst von Pfarrer Togar Pasaribu, Jugendlichen der KJF (Katholische Jugend im Bistum Fulda), Auszubildenden von antonius und Bewohnerinnen und Bewohnern der WG Martin aus Marbach, die es seit fast vier Jahrzehnten gibt.Pfarrer Togar Pasaribu kehrte an den Frauenberg zurück, wo er früher als Präses der KJF Gottesdienste gefeiert hatte. In seiner Predigt zitierte er das Matthäus-Evangelium: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Er verband dies mit dem Aufruf: "Habt den Mut, euch den Menschen zuzuwenden, die in Not sind und Hilfe am nötigsten haben." Dabei verwies er auf die Heiligen Martin und Elisabeth, die vorlebten, wie sinnvoll gelebtes Teilen ist.
Aktion "Mantel" als Symbol der Gemeinschaft
Ein Höhepunkt des Abends war die gemeinsame Aktion rund um den Mantel. Auf einer großen Fläche war zunächst nur eine leere Silhouette zu sehen. Schritt für Schritt brachten Jugendliche und Erwachsene kleine Stoffstücke an und erschufen ein buntes Gemeinschaftswerk. Musik und Worte runden den Abend ab
Die KJF-Band sorgte mit Musik für einen lebendigen Rahmen. Zur Freude der Besucherinnen und Besucher sucht die Band noch einen Namen, Vorschläge wurden direkt gesammelt und sorgten für Gesprächsstoff.Im Schlusswort der KJF hieß es: "Ein Mantel gibt Wärme, Schutz und Geborgenheit. Und genau das suchen viele junge Menschen." Kira Vitrant aus Hanau betonte: "Sie suchen Orte, an denen sie sich angenommen fühlen, Gemeinschaft erleben und Hoffnung teilen können. Heute haben wir erfahren, dass Kirche dort lebendig wird, wo wir uns etwas schenken."
Gemeinsam den Abend ausklingen lassen
Nach dem Gottesdienst lud ein Imbiss die Besucherinnen und Besucher zu Gesprächen und Begegnungen ein. So klang der Abend in entspannter und gemeinschaftlicher Atmosphäre aus. (pm/cb) +++