Zum Volkstrauertag
Gemeinsam stark im Gedenken: Bewegende Zeremonie am Friedhof
Fotos: Privat
19.11.2025 / ROMROD -
Ein stiller Friedhof, ein gemeinsamer Schritt nach vorn und der klare Wille, Erinnerung sichtbar zu machen: Die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Romrod zum Volkstrauertag fand in diesem Jahr im Stadtteil Zell statt - und wurde zu einem eindrucksvollen Zeichen gelebter Erinnerungskultur. Nachdem im vergangenen Jahr Ober-Breidenbach erstmals den Rahmen für die städtische Gedenkfeier bildete, setzte die Stadt damit ihre neue Tradition fort, den Ort des gemeinsamen Gedenkens jährlich zu wechseln.
Im Anschluss an die Veranstaltung übergab die Stadt Romrod die vorbereiteten Kränze an die jeweiligen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, damit in jedem Stadtteil ein eigenes würdiges Zeichen gesetzt werden konnte. Aus dieser Übergabe heraus entstand die Idee von Ortsvorsteher Fabian Musch, die Kranzniederlegung in Romrod nicht wie gewohnt im Stillen vorzunehmen, sondern gemeinsam mit der Feuerwehr - sichtbar und getragen von der Gemeinschaft.
Feuerwehr und Bürger setzen starkes Zeichen am Friedhof
Am frühen Sonntagnachmittag versammelten sich schließlich Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Ortsvorsteher Fabian Musch sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Friedhof. Zwölf Einsatzkräfte begleiteten die Kranzniederlegung, die von der Feuerwehr würdevoll vorgenommen wurde.Während der Zeremonie erinnerte Fabian Musch an die Bedeutung des Volkstrauertags und an die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst. Angehörige der Feuerwehr verlasen anschließend die Namen der Gefallenen und Vermissten aus beiden Weltkriegen - ein Moment der Stille, der vielen sichtlich naheging.
Musikalisches Gedenken und geistlicher Abschluss
Für den musikalischen Rahmen sorgte - wie bereits in den Vorjahren - Jens Zulauf, der mit einem Trompetensolo die eindrucksvolle Atmosphäre verstärkte. Den Abschluss bildeten eine Ansprache und ein gemeinsames Gebet, gesprochen von Pfarrerin Simona Janssen.Gemeinsame Verantwortung sichtbar gelebt
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Erinnerungskultur in Romrod nicht im Verborgenen stattfindet. Sie wird bewusst gemeinsam gestaltet - von Feuerwehr, Ortsvorsteher, Kirche und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Romrod. (pm/cb) +++