Bei Region Fulda Wirtschaftsförderung
Start-Up-Szene im Fokus: Wagner und Kinkel (Grüne) zu Besuch
Fotos: Laura Struppe
18.11.2025 / FULDA -
Wie geht es der Gründerszene in Osthessen? Und was braucht es, um junge Unternehmen und Nachfolger in der Region noch besser zu unterstützen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs von Kaya Kinkel (Landtagsabgeordnete, Grüne) und Mathias Wagner (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Hessischen Landtag) bei der Region Fulda Wirtschaftsförderung. Die Botschaft des Tages: Das Netzwerk steht - aber die Rahmenbedingungen können besser werden.
Die Start-up-Tour von Mathias Wagner und Kaya Kinkel ist eine mehrtägige Besuchsreise durch Hessen, bei der die beiden Grünen-Politiker junge Unternehmen, Gründerinitiativen und Wirtschaftsförderungen vor Ort treffen. Ziel ist es, Einblicke in die regionale Gründerszene zu gewinnen und mitzunehmen, welche politischen Rahmenbedingungen verbessert werden müssen.
Ein dichtes Netzwerk: Start-ups finden in Fulda kurze Wege
Geschäftsführer Christoph Burkhardt erläuterte, dass die Wirtschaftsförderung der Region Fulda seit dem Jahr 2000 besteht und inzwischen ein 15-köpfiges Team umfasst. Das Aufgabenspektrum reicht von Kreativ- und Kulturwirtschaft über Start-up-Betreuung bis hin zu modernen Bereichen wie dem Green Food Cluster. Gründungsberater Florian Albinger machte deutlich, dass gerade die kompakten Strukturen in der Region ein Vorteil seien. Viele Akteure arbeiteten eng zusammen, man kenne sich und finde schnell Lösungen. Aus Sicht der IHK Fulda bestätigte Martin Räth, dass die regionale Gründerszene zunehmend Fahrt aufnimmt, gleichzeitig aber weiter gestärkt werden müsse. Die IHK sehe gerade bei jungen Unternehmen und bei Fragen der Nachfolge eine wachsende Nachfrage nach Beratung, betonte Räth, und lobte die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung.
Austausch über Chancen und Herausforderungen
Mathias Wagner zeigte sich beeindruckt vom gut eingespielten Netzwerk und meinte, das Wesentliche sei hier bereits vorhanden. Doch die Runde machte auch klar, welche Schwierigkeiten Gründerinnen und Gründer aktuell erleben. Albinger wies darauf hin, dass Förderprogramme weggefallen seien und bürokratische Hürden zu hoch seien. Unternehmensnachfolge: Ein wachsendes Zukunftsthema
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Unternehmensnachfolge. Für den 12. März 2026 kündigte die Wirtschaftsförderung den "Tag der Nachfolge" an, der das Bewusstsein für Betriebsübernahmen stärken soll. Albinger erklärte, dass der Bedarf groß sei und viele Menschen erst spät erkennen, welche Chancen eine Übernahme bietet. Kaya Kinkel betonte, dass in Hessen eine strikte Trennung zwischen Gründung und Nachfolge existiere. Wagner zeigte sich überrascht, dass sich viele Übernehmende durchaus als Gründer verstehen. Erwartungen an die Landespolitik