Einer der ältesten Zweigvereine

VHC-Zweigverein wichtige Stütze des VHC-Gesamtverein


Fotos: Dieter Graulich

17.11.2025 / ULRICHSTEIN - Eine interessante Einleitung bei der Eröffnung zum 40-jährigen Jubiläum der Reaktivierung des VHC-Zweigverein Ulrichstein hatte deren Vorsitzender Rudolf Appel: "Vor 47 Jahren kam die böse Hexe mit dem Namen:wir haben keine Lust mehr, sind überlastet und haben keine Zeit und legte den Zweigverein in einen tiefen Schlaf. Die Dornenhecke fing fortan zu wachsen, wurde höher und höher. Aber sieben Jahre später, bis fast auf den heutigen Tag genau, sich 5 Ritter, derer vom "Stammtisch Doppelkopp" mit dem Namen wir wollen, wir haben Lust und Ideen, die Dornenhecke einrissen und den Verein zu neuem Leben erweckten.



Unter Vorsitz von Dietmar von dem Borne fingen nun die Rosen im Garten des VHC wieder an zu blühen." Das klingt schwer nach Brüder Grimm, hat sich aber so zugetragen und Vorsitzender Appel meinte: Manche haben gesagt der Verein hätte geschlafen, aber nein der Verein hat die Aussicht genossen, hat neue Kraft gesammelt und ist seitdem mit frischen Schwung zurück. Vier Jahrzehnte Vereinsgeschichte sei ein langer Weg der geprägt war von vielen Etappen von gemeinsamen Touren durch Wald und Flur, von Gipfeln, die man erklommen habe aber auch von Tälern durch die man gemeinsam gegangen sei. Das Jubiläum sei nicht nur ein Blick zurück, sondern zeige dass der

Verein immer noch auf Tour, mit neuen Ideen, mit vertrauten Gesichtern und mit offenen Herzen für alle die gerne gemeinsam unterwegs seien. Seit 1985 habe sich vieles verändert. Neu Generationen seien hinzugekommen, neu Projekte wurden ins Leben gerufen, Herausforderungen gemeistert. Doch eines sei gleichgeblieben: der Zusammenhalt und das Miteinander, das den Verein stark mache. Der Verein sei wie eine Familie: Er wächst, er verändert sich, manchmal gibt es Herausforderungen, doch die gemeinsame Basis bleibt. Der Vorsitzende zeigte sich überzeugt, auch die kommenden Jahre erfolgreich zu gestalten, wenn man zusammenstehe, offen bleibe für Neues und die Werte bewahre, die den Verein stark gemacht habe.

Schriftführer Klaus-Dieter Semmler ging dann ausführlich auf die Reaktivierung des Zweivereins vom 11.11. 1985 um 20.11 Uhr im "Darmstädter Hof" bei Pfannstiel ein. Zahlreiche Aktivitäten gab es dann bereits in den erste beiden beiden Jahren mit Nikolausfeiern und mehreren Wanderungen, wie zum Beispiel mit vier Pferdeschlitten, auf Skier und insgesamt 64 Teilnehmern nach Rebgeshain. Die Mitgliederzahl stieg rasant und von 72 nach nur Wochen nach der Reaktivierung, wurde bei der ersten Hauptversammlung im Mai 1986 bereits das 100. und am Nikolausabend 1987 das 150. Mitglied begrüßt. Im Jagdhaus im Pflanzgarten startete man das Pfingstgriebenbacken, das bis heute noch im VHC-Dreieck ist. Klaus-Dieter Semmler und Lothar Kitz wiesen, untermalt von Bildern auf der Leinwand, noch auf eine Vielzahl von Veranstaltungen und Wanderungen hin.

Lang war dann die Zahl der Grußwortredner. Bürgermeister Dr. Steffen Scharmann wies darauf hin, dass die Wurzeln des VHC-Zweigverein bis zum 19. August 1881, der ersten Gründung, reichten. In und nach den Kriegszeiten habe der Verein geruht. Danke sagte er, dass der VHC-Zweigverein nicht nur ein Verein, sondern ein lebendiger, sozialer Kitt in Hessens Bergstädtchen sei. 40 Jahre seien ein Meilenstein, aber kein Endpunkt: "Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch künftige Generationen die Wege, die Feste und die Gemeinschaft des VHC-Ulrichstein erleben dürfen.

"Der VHC Ulrichstein war und ist eine wichtige Stütze des VHC-Gesamtvereins im Hohen Vogelsberg, daher war die Reaktivierung dieses Zweigvereins, der schon wenige Wochen nach dem Hauptverein 1881 gegründet wurde, einfach alternativlos", so Jürgen Klein, Vorsitzender des Gesamt-VHC. Ulrichstein habe schon im Jahre der Gründung eine wichtige Rolle gespielt, die im VHC gerne mit dem Zitat beschrieben werde: "Der VHC wurde in Schotten geboren, aber in Ulrichstein gezeugt." Grundlage dafür ist die Tatsache, dass Vorgespräche zur VHC- Gründung in Ulrichstein stattfanden und auch die erste Jahreshauptversammlung des frisch gegründeten VHC in Ulrichstein abgehalten wurde.

Der Ulrichsteiner VHC war insbesondere in der Zeit zwischen den Weltkriegen und bis zur Wiedergründung Dreh- und Angelpunkt des Gesamtvereins, zumal der Ulrichsteiner Arzt und Zweigvereinsvorsitzende Dr. Jakob Bruchhäuser in dieser Zeit die Geschicke des Hauptvereins als einer seiner Vorsitzenden mit der längsten Amtszeit der VHC-Geschichte lenkte. In neuerer Zeit unterstützte der VHC Ulrichstein den Gesamt-VHC mit dem Auftritt von Gardetanzgruppen bei seiner Höhenfastnacht im Clubhaus auf dem Hoherodskopf und diversen anderen Veranstaltungen.

Insbesondere die Ausrichtung der 125-Jahr-Feier des VHC im Jahre 2006, zusammen mit dem 50jährigen Bestehen des Naturparks Hoher Vogelsberg, und großer Unterstützung auch der Stadt Ulrichstein mit seinem damaligen Bürgermeister Erwin Horst, war dank des Ulrichsteiner Zweigvereins ein großer Erfolg und unvergesslich.

Klein stellte in Aussicht: "Vielleicht feiern wir in 6 Jahren ja auch unser 150-jähriges VHC-Jubiläum wieder in Ulrichstein! Auf sein Glückwunschgeschenk eingehend meinte der Vorsitzende: "Da es beim VHC Ulrichstein immer sehr gesellig zugeht, insbesondere im Wanderheim am Lindenplatz, dem Zollhaus, sei immer in den Ankündigungen zu lesen: "Wir laden ein zu selbst gebackenem Kuchen und frisch gebrühtem Kaffee." Aus diesem Grunde überreichte er als Geburtstagsgeschenk des Gesamt-VHC eine Auswahl von Kaffeesorten der Privatrösterei Philipp aus seiner Heimat Nidda.

Weitere Grußworte kamen von der Freiwilligen Feuerwehr, dem Obst- und Gartenbauverein, vom Sportverein, dem Karnevals Verein Mullstaa und dem Gewerbe- und Verkehrsverein. Für die Umrahmung der Feier sorgte mit Mundartegedichten und Liedern Jochen Rudolph, der "fideele Owwerhess". (gr) +++

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