Opfer von Krieg und Gewalttaten
Zeit der Besinnung, des Respekts und der Verantwortung
Fotos: Udo Bauch
17.11.2025 / EICHENZELL -
Zum diesjährigen Volkstrauertag versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Eichenzeller Vereine, eine Ehrenabordnung der Freiwilligen Feuerwehr und eine Ehrendelegation der Eichenzeller Reservistenkameradschaft am Eichenzeller Ehrenmal.
Der staatliche Gedenktag, der seit 1953 alljährlich zwei Wochen vor dem ersten Advent begangen wird, stand in diesem Jahr besonders im Zeichen des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges – eine Mahnung, dass Frieden kein Selbstläufer ist und dass der Blick auf die Vergangenheit zugleich den Blick in die Gegenwart schärft.
"Ehrliche Auseinandersetzung mit den Folgen"
Bürgermeister Johannes Rothmund hob hervor, dass der Volkstrauertag eine tiefe, ehrliche Auseinandersetzung mit den Folgen von Gewalt und Gewaltregimen darstellt – nicht nur als Reflexion über Vergangenheit, sondern als Auftrag für Gegenwart und Zukunft. "Volkstrauertag bedeutet nicht nur erinnern, sondern mahnen, und zwar ganz konkret: Wir müssen Verantwortung übernehmen – für den Frieden, für den Schutz der Schwächsten und für eine globale Gemeinschaft, die Konflikte durch Dialog statt durch Gewalt löst", so Rothmund. Zugleich betonte er die Bedeutung einer friedensorientierten Sicherheitspolitik und die Notwendigkeit, solidarisch und beharrlich an Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und humanitärer Unterstützung festzuhalten.Rothmund zitierte zudem, angesichts aktueller Bedrohungen durch Russland, einen bekannten ehemaligen Politiker und einen Verteidigungsexperten zur Einführung der Wehrpflicht, um so die Bedeutung verlässlicher Verteidigungs- und Sicherheitsorientierung zu unterstreichen.