Ein Jahr nach Soprema-Übernahme
Börner stampft Dachbahnen-Produktion am Standort ein
Archivbilder: O|N / Christopher Göbel
15.11.2025 / BAD HERSFELD -
Die GEORG BÖRNER GmbH & Co. KG, Teil der internationalen SOPREMA-Gruppe, steht in Bad Hersfeld vor einem entscheidenden Wendepunkt. Die Produktion am Standort wird neu ausgerichtet. Grund dafür ist die Bauwirtschaft, die sich seit geraumer Zeit in einer schwierigen Phase befindet und gerade das Segment der Bitumendachbahnen einen deutlichen Rückgang erlebt.
BÖRNER kam 2024 im Zuge der Übernahme des russischen TECHNICOL-Konzerns zur SOPREMA-Gruppe. Bereits zum Zeitpunkt der Integration war die wirtschaftliche Situation des Unternehmens herausfordernd – sowohl hinsichtlich der bestehenden veralteten Anlagenstruktur und ungünstiger energetischer Rahmenbedingungen als auch der Marktposition.
Produktion von Dachbahnen könne wirtschaftlich nicht fortgeführt werden
Trotz intensiver gemeinsamer Anstrengungen der Teams bei BÖRNER und SOPREMA musste festgestellt werden, dass die Produktion von Dachbahnen am Standort Bad Hersfeld unter den aktuellen Marktbedingungen nicht wirtschaftlich fortgeführt werden kann. Die SOPREMAGruppe hat sich daher entschieden, die Herstellung von Bitumenbahnen in Bad Hersfeld zum Jahresende einzustellen. Dies wird in Folge auch mit einem deutlichen Stellenabbau verbunden sein. Perspektiven für den Teilbetrieb
Trotz der schwierigen Situation ist es erklärtes Ziel, den Standort auf wirtschaftlich tragfähigere Bereiche wie die Produktion von Bitumenvergussmassen unter anderem für den Straßenbau auszurichten und damit zu erhalten. In enger Abstimmung mit dem Betriebsrat werden derzeit Optionen geprüft, um Perspektiven für einen Teilbetrieb zu schaffen. Die SOPREMA-Gruppe ist sich der Tragweite dieser Entscheidung bewusst und setzt alles daran, den Prozess verantwortungsvoll und transparent zu gestalten. Der Kundennutzen und die Verantwortung für den gesamten Standort Deutschland stehen dabei im Mittelpunkt. (js/pm)+++