Ausschusssitzung Soziales, Familie und Jugend

Steigen bald die Essensbeiträge in den städtischen Kitas?

Am Mittwochabend fand eine Ausschusssitzung für Soziales, Familie und Jugend der Stadtverordnetenversammlung im Stadtschloss statt.
Fotos: Rene Kunze

13.11.2025 / FULDA - Am Mittwochabend tagte der Ausschuss für Soziales, Familie und Jugend im Fuldaer Stadtschloss. Auf der Tagesordnung standen wichtige Themen für die Zukunft der Stadt: Neben dem Haushaltsplan 2026 haben die Mitglieder über eine mögliche Erhöhung der Essensbeiträge in den städtischen Kitas beraten - und über die fachärztliche Versorgung in der Domstadt.



Im Zusammenhang mit dem Haushaltsplan 2026 diskutierten die Ausschussmitglieder über eine Vielzahl von Anträgen, aber im Fokus stand vor allem die Erhöhung der Essensbeiträge in den städtischen Kitas.

Haushaltsanträge: Seniorentickets, psychologische Betreuung an Schulen und mehr

Über 20 Anträge für den Haushalt 2026 wurden bei der Sitzung am Mittwochabend besprochen und es wurde fleißig abgestimmt. Ein Vorschlag der SPD und Volt, Senioren bei Abgabe ihres Führerscheins ein kostenloses Jahresticket für den Nahverkehr zur Verfügung zu stellen, wurde stark diskutiert - fand am Ende aber keine Mehrheit für die Einbringung. Zwar wurde die Idee grundsätzlich begrüßt, doch gab es Zweifel an der praktischen Umsetzung.

Einstimmig und mit Freude angenommen wurde hingegen zum Beispiel ein Antrag der Grünen zur Erweiterung der sozialpädagogischen und psychologischen Betreuung an städtischen Schulen - ein Thema, das im Ausschuss breite Zustimmung fand.

Erhöhung der Essensbeiträge in den Kitas

Nach den Haushaltsanträgen ging es um ein Thema, das auf jeden Fall für Diskussionen sorgen kann und vermutlich wird: die Steigerung der Kosten für die Verpflegung in den städtischen Kindergärten. Mehrere Ausschussmitglieder betonten, dass der Wert einer hochwertigen Mahlzeit für Kinder nicht unterschätzt werden dürfe. "Ein gutes Essen mit Qualität hat Priorität", lautete der Tenor. Zwar sei die Preissteigerung für Familien spürbar, doch die gestiegenen Kosten für Lebensmittel und Zubereitung machten eine Anpassung notwendig.

Ein einkommensabhängiges Modell wurde als zu aufwendig und kaum im Verhältnis zum Nutzen bewertet. Auch die Option, dass Eltern eigenes Essen mitbringen, wurde verworfen - eigens mitgebrachtes Essen darf beispielsweise in Kindergärten nicht erwärmt werden. Trotz Bedenken hinsichtlich der sozialen Verträglichkeit fand der Ausschuss schließlich eine Mehrheit für den Antrag der Beitragsanpassung, mit dem Ziel, weiterhin eine gesunde und qualitativ hochwertige Verpflegung in den städtischen Kindertagesstätten zu sichern.

Beim letzten Programmpunkt der Sitzung ging es um die fachärztliche Versorgung in der Domstadt. Dahingehend waren sich alle einig: Der Weg zu Fachärzten wird immer weiter. Eine Lösung dafür zeichnet sich wohl aber nicht ab.
(ems) +++




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