Häusliche Pflege stärken!
Pflegegrad 1: VdK warnt vor negativen Folgen durch Streichung
Symbolbilder: O|N/Carina Jirsch
12.11.2025 / REGION -
Der VdK Hessen-Thüringen schlägt Alarm! Der Sozialverband spricht sich entschieden gegen eine Abschaffung des Pflegegrads 1 aus. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. "Allein, dass über diese Streichung zurzeit in der Öffentlichkeit diskutiert wird, bedeutet für die etwa 74.000 pflegebedürftigen Menschen in Hessen und Thüringen, die davon betroffen wären, eine große Verunsicherung", sagt der Landesvorsitzende Paul Weimann: "Außerdem befürchten wir, dass die Kürzung von Leistungen, die vor allem der Prävention dienen, die Pflegeversicherung am Ende mehr Geld kostet, als der von ihren Befürwortern erhoffte Spareffekt einbrächte."
"Müssen alles dafür tun, häusliche Pflege zu stärken"
Der VdK begrüßt daher, dass das Land Hessen in den vergangenen Jahren bereits mehrere Förderprogramme aufgelegt hat, mit denen der Ausbau der vorhandenen Pflegestützpunkte zu Pflegekompetenzzentren vorangebracht werden soll. "Diese Zentren erweitern ihr Beratungsangebot um ein sogenanntes Case-Management, also um eine persönliche Betreuung, die auch Hausbesuche bei den Pflegebedürftigen mit einschließt, genau wie es sich viele Betroffene wünschen", erklärt Paul Weimann. In Hessen werden aktuell neun von insgesamt 26 Pflegestützpunkten durch die Landesregierung gefördert. In Thüringen gibt es sieben Pflegestützpunkte und bislang kein Pflegekompetenzzentrum. Hier fordert der VdK, in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt einen Stützpunkt einzurichten. (mkr/pm) +++