Teilnehmer überzeugt
Hochschule öffnet Türen: Netzwerkveranstaltung stärkt Fachkräftebindung
Fotos: Hochschule Fulda
12.11.2025 / FULDA -
Fachkräfte fehlen, besonders in der Lebensmittelbranche - und viele Unternehmen wissen nicht, wo sie geeigneten Nachwuchs finden. Genau hier setzte die dritte Netzwerkveranstaltung der Region Fulda GmbH gemeinsam mit dem Fachbereich Lebensmitteltechnologie der Hochschule Fulda an. Am vergangenen Freitag hatten Unternehmen und Studierende Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen, Praktika zu vereinbaren und Kontakte für zukünftige Jobs zu knüpfen.
"Direkte Begegnungen sind der beste Weg, um Hürden zu überwinden", sagt Pia Groß von der Region Fulda GmbH, die die Veranstaltung zusammen mit Prof. Dr. Uta Anschütz und Prof. Dr. Nicole-Barbara Buschle organisiert hat. Auch Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar betonte: "Wir internationalisieren die Hochschule Schritt für Schritt. Das Motto ‚Grenzenlos gebildet - Regional gebraucht‘ charakterisiert unsere Hochschule insgesamt."
Internationales Potenzial gezielt fördern
Besonders im Fachbereich Lebensmitteltechnologie zeigt sich das Potenzial internationaler Studierender: "Der Anteil internationaler Studierender ist im Fachbereich deutlich höher als im Durchschnitt", erklärte Prof. Dr. Stephen Knobloch, Studiendekan. 2023 starteten die internationalen Programme mit 200 Studierenden, 2025 sind es bereits 900.DAAD-Preisträgerin Maria Chiara Menapace gab ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen praxisnahe Tipps und ermutigte sie, sich auf die Region einzulassen. Najim Azahaf von der Bertelsmann Stiftung ergänzte die Argumentation aus politischer und wirtschaftlicher Sicht: Internationale Fachkräfte könnten gleichzeitig Deutschland, ihre Heimatländer und sich selbst fördern - ein Win-Win-Win-Effekt.
WIN-Netzwerk unterstützt Unternehmen
Die Region Fulda GmbH nutzt das Potenzial der internationalen Fachkräfte gezielt über das WIN-Netzwerk, das durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Wie Julian Bolz von der Region Fulda erläuterte, unterstützt das Projekt kleine und mittlere Unternehmen bei Mentoring-Prozessen, um die Integration internationaler Talente in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.