Keine erhöhte Gefahr

Neue "Achtung Explosionsgefahr!"-Schilder im Wald aufgestellt

In den Wäldern um Romrod (Vogelsbergkreis) wurden neue "Achtung! Explosionsgefahr"-Schilder aufgestellt.
Foto: Forstamt Romrod

13.11.2025 / ROMROD - In den Wäldern um Romrod (Vogelsbergkreis) wurden neue "Achtung! Explosionsgefahr"-Schilder aufgestellt. Was hat es damit auf sich und gibt es dort eine Gefahr für die Bevölkerung? OSTHESSEN|NEWS hat beim Forstamt Romrod nachgefragt.



Die Schilder in den Wäldern rund um Romrod gibt es laut einer Pressesprecherin des Forstamtes bereits seit rund zehn Jahren. "Infolge von Diebstahl und einer Erweiterung der Munitionsverdachtsflächen durch den fachlich zuständigen Kampfmittelräumdienst des RP Darmstadt wurde es nun notwendig, neue, beziehungsweise weitere Schilder aufzustellen."

Die wichtigsten Fragen dabei sind natürlich: Was genau könnte da liegen und wie kommt die Munition da überhaupt hin? "Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als zentrale Behörde für den Kampfmittelräumdienst erklärte, Romrod und Umgebung sei eine von vielen Verdachtsregionen in Hessen, in denen man noch mit explosiven Überresten aus dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) rechnen müsse", so die Pressesprecherin des Forstamts.

Weiter ergänzte sie: "Die Alliierten versuchten die Waffen zwar später unbrauchbar zu machen und in die Luft zu sprengen. Dabei seien aber viele Sprengmittel nicht unschädlich gemacht, sondern durch unsachgemäße Detonationen noch weiter im Wald verstreut worden. So erklärt es das RP Darmstadt. Wo damals gesprengt wurde, sei heute noch anhand von großen Erdtrichtern zu sehen."

Waldwege grundsätzlich nicht verlassen

Von einer erhöhten Gefahr für Waldbesucher sei derzeit nicht auszugehen. "Die Schilder wurden nicht aufgrund vermehrter Munitionsfunde aufgestellt, sondern infolge einer landesweiten Erweiterung der Suchradien." Sie rät dennoch grundsätzlich, die ausgeschilderten Wald- und Wanderwege nicht zu verlassen. "Sollte ein akuter Fund vorliegen, würde der Kampfmittelräumdienst die Bevölkerung natürlich nochmal gesondert informieren, das Gebiet weiträumig absperren und das Kampfmittel entschärfen."

Um die Munitionsverdachtsflächen zu entkräften, würden die Flächen stichprobenartig abgesucht werden. "Wie schnell die Flächen durch den Kampfmittelräumdienst abgearbeitet werden können, hängt dabei unter anderem von der Menge gefundener Kampfmittel ab. In diesem Jahr zum Beispiel konnte das fünffache an Fläche im Forstamtsbereich abgesucht werden, weil relativ wenig intakte und eher schwache Kampfmittel, zum Beispiel Munitionsreste gefunden wurden. Es ist aber eine Mammutaufgabe, deren Ende aktuell nicht absehbar ist", so die Pressesprecherin abschließend. (kg) +++

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