872 festgestellte Verstöße und 53 Festnahme
Hessische Polizei beteiligt sich an länderübergreifender Aktion gegen Einbrecher
Archivbild: O|N
10.11.2025 / WIESBADEN -
Einbrecher kennen keine Grenzen - und genau deshalb arbeitet die hessische Polizei seit Jahren eng mit den Nachbarländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen. Im Rahmen einer groß angelegten, länderübergreifenden Kontrollaktion hat sie in Hessen zwischen dem 22. Oktober und dem 4. November über 6.000 Personen und mehr als 4.000 Fahrzeuge überprüft, mit beachtlichem Erfolg: 872 Verstöße wurden festgestellt, 53 Personen festgenommen, neun davon per Haftbefehl gesucht.
Verstöße quer durch das Strafgesetzbuch festgestellt. Während der "Dunklen Jahreszeit" erfolgen verstärkt Einbruchsversuche. Die länderübergreifende Schwerpunktfahndungs- und Kontrollaktion bildet daher auch in diesem Jahr den Auftakt der polizeilichen Maßnahmen, die jährlich mit Beginn der Winterzeit verstärkt werden.
- So konnte am Freitag, den 31. Oktober 2025, im Hanauer Stadtteil Steinheim ein 40-jähriger Mann vorläufig festgenommen werden. Dieser hatte versucht, in ein dortiges Einfamilienhaus einzubrechen. Er war dabei von aufmerksamen Nachbarn beobachtet worden, diese alarmierten die Polizei.
- Am Sonntag, den 2. November 2025, wurden zwei weibliche Tatverdächtige in Frankfurt am Main bei Fahndungsmaßnahmen vorläufig festgenommen. Sie waren dabei beobachtet worden, wie sie sich Zugang zu einem Mehrfamilienhaus verschafft hatten, auch hatten sie zwei Wohnungen in dem Gebäude aufgebrochen.
- Einsatzkräften gelang es überdies, sieben Tatverdächtige einer überregional agierenden Tätergruppierung zu identifizieren. Die Tatverdächtigen sollen für über 80 Wohnungseinbrüche im Zeitraum von November 2024 bis Juli 2025 verantwortlich sein. Die mutmaßlichen Tatorte liegen schwerpunktmäßig in Westhessen, außerdem in Bayern und Rheinland-Pfalz. Fünf der sieben Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.
"Die hessische Polizei geht mit einer modernen und wirkungsvollen Strategie gegen Wohnungseinbrüche vor. Durch den Einsatz modernster Technik, die enge Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern und eine gezielte Präsenz in besonders betroffenen Gebieten schaffen wir Sicherheit - sichtbar und spürbar. Die Bürgerinnen und Bürger in Hessen können sich darauf verlassen, dass unsere Polizei wachsam, gut vernetzt und technisch bestens ausgestattet ist, um Einbrechern keine Chance zu lassen", versichert Innenminister Roman Poseck.
Hessische Bürger können zum Einbruchschutz beitragen. Bürgerinnen und Bürger können durch aufmerksames, sicherheitsbewusstes Verhalten sowie durch das Ergreifen von sicherungstechnischen Maßnahmen dazu beitragen, ihr Zuhause bestmöglich zu sichern. Um ein potenzielles Einbruchsrisiko zu minimieren, bietet die hessische Polizei kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Hessens Bürger an. Detaillierte Informationen zu den Maßnahmen sind auf der Homepage der hessischen Polizei unter https://www.polizei.hessen.de/schutz-sicherheit/eigentum/ und https://www.polizei.hessen.de/Service/Ansprechpersonen-in-Hessen.
Hintergrund: Wohnungseinbruchdiebstähle weiterhin auf niedrigem Niveau. Mit der Aufhebung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, den sich somit wieder vermehrt bietenden Tatgelegenheiten und einer größeren Anzahl reisender Täter, wurde bereits ab dem Jahr 2022 eine Erhöhung der zuvor sehr geringen Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) festgestellt. Nach insgesamt 5.206 registrierten Delikten in 2023 wurden im vergangenen Jahr 5.867 Fälle (+ 661 Fälle, +12,7 Prozent) registriert, von denen 45 Prozent im Versuchsstadium verblieben. Insgesamt liegt die Anzahl der erfassten Wohnungseinbruchdiebstähle weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau (2019: 6.768 Wohnungseinbruchdiebstähle) und hat sich im Zehn-Jahres- Vergleich beinahe halbiert (2014: 10.978). (pm/ems) +++
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