872 festgestellte Verstöße und 53 Festnahme

Hessische Polizei beteiligt sich an länderübergreifender Aktion gegen Einbrecher

Die Hessische Polizei will mehr Einbrüche aufklären.
Archivbild: O|N

10.11.2025 / WIESBADEN - Einbrecher kennen keine Grenzen - und genau deshalb arbeitet die hessische Polizei seit Jahren eng mit den Nachbarländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen. Im Rahmen einer groß angelegten, länderübergreifenden Kontrollaktion hat sie in Hessen zwischen dem 22. Oktober und dem 4. November über 6.000 Personen und mehr als 4.000 Fahrzeuge überprüft, mit beachtlichem Erfolg: 872 Verstöße wurden festgestellt, 53 Personen festgenommen, neun davon per Haftbefehl gesucht.



Innenminister Roman Poseck sagt: "Die länderübergreifende Zusammenarbeit unserer Polizei zeigt erneut, wie konsequent und effektiv wir in Hessen gegen Einbrecher und andere Straftäter vorgehen. 872 festgestellte Verstöße und 53 Festnahmen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass sich unsere intensiven Kontrollen auszahlen. Mein besonderer Dank gilt den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten, die mit großem Engagement für die Sicherheit der Menschen in unserem Land sorgen. Hessen ist und bleibt ein sicheres Land - dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Polizei."

Verstöße quer durch das Strafgesetzbuch festgestellt. Während der "Dunklen Jahreszeit" erfolgen verstärkt Einbruchsversuche. Die länderübergreifende Schwerpunktfahndungs- und Kontrollaktion bildet daher auch in diesem Jahr den Auftakt der polizeilichen Maßnahmen, die jährlich mit Beginn der Winterzeit verstärkt werden.

Bei der diesjährigen Fahndungsaktion waren über 1.500 hessische Kräfte im Einsatz. Die Polizei ging mit offenen und verdeckten Maßnahmen gegen Einbrecher vor. Mehrfach gelang es, Tatverdächtige festzunehmen.


Neben der Bekämpfung von Einbruchskriminalität hatte die Aktion auch zum Ziel, andere Deliktsfelder ins Visier zu nehmen - vor allem Rauschgiftkriminalität und Betrug. Die Bilanz ist vielfältig: Insgesamt wurden 32 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und 13 Verstöße gegen das Waffengesetz registriert.

Einsatz der Prognosesoftware "KLB-operativ" Bei der Bekämpfung gegen Wohnungseinbrüche verfolgt die hessische Polizei seit vielen Jahren eine umfassende Strategie aus länderübergreifender Zusammenarbeit, Prävention, Repression und modernster Technik. So leitet die etablierte Prognosesoftware "KLB-operativ" aus polizeilichen Datenbeständen räumliche und zeitliche Schwerpunkte zu Wohnungseinbrüchen ab und erkennt Verhaltensmuster von regional und überregional agierenden Tätern. Die hessischen Polizistinnen und Polizisten haben die Software auf ihren Dienst-Smartphones. Gleichzeitig verstärkt die Polizei anlassbezogen und saisonal ihre Präsenz in besonders von Einbruch betroffenen Gebieten. Die erhöhte Sichtbarkeit der Einsatzkräfte soll sowohl abschreckend wirken als auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stärken.

"Die hessische Polizei geht mit einer modernen und wirkungsvollen Strategie gegen Wohnungseinbrüche vor. Durch den Einsatz modernster Technik, die enge Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern und eine gezielte Präsenz in besonders betroffenen Gebieten schaffen wir Sicherheit - sichtbar und spürbar. Die Bürgerinnen und Bürger in Hessen können sich darauf verlassen, dass unsere Polizei wachsam, gut vernetzt und technisch bestens ausgestattet ist, um Einbrechern keine Chance zu lassen", versichert Innenminister Roman Poseck.

Hessische Bürger können zum Einbruchschutz beitragen. Bürgerinnen und Bürger können durch aufmerksames, sicherheitsbewusstes Verhalten sowie durch das Ergreifen von sicherungstechnischen Maßnahmen dazu beitragen, ihr Zuhause bestmöglich zu sichern. Um ein potenzielles Einbruchsrisiko zu minimieren, bietet die hessische Polizei kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Hessens Bürger an. Detaillierte Informationen zu den Maßnahmen sind auf der Homepage der hessischen Polizei unter https://www.polizei.hessen.de/schutz-sicherheit/eigentum/ und https://www.polizei.hessen.de/Service/Ansprechpersonen-in-Hessen.

Hintergrund: Wohnungseinbruchdiebstähle weiterhin auf niedrigem Niveau. Mit der Aufhebung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, den sich somit wieder vermehrt bietenden Tatgelegenheiten und einer größeren Anzahl reisender Täter, wurde bereits ab dem Jahr 2022 eine Erhöhung der zuvor sehr geringen Fallzahlen im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) festgestellt. Nach insgesamt 5.206 registrierten Delikten in 2023 wurden im vergangenen Jahr 5.867 Fälle (+ 661 Fälle, +12,7 Prozent) registriert, von denen 45 Prozent im Versuchsstadium verblieben. Insgesamt liegt die Anzahl der erfassten Wohnungseinbruchdiebstähle weiterhin deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau (2019: 6.768 Wohnungseinbruchdiebstähle) und hat sich im Zehn-Jahres- Vergleich beinahe halbiert (2014: 10.978). (pm/ems) +++

\"Hessen ist und bleibt ein sicheres Land - dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Polizei.\"
Archivbild: O|N

Symbolbild: Pixabay

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