Haushaltsplanentwurf 2026
Vogelsbergkreis investiert Millionen in seine Infrastruktur
Symbolbild: Pixabay
11.11.2025 / LAUTERBACH -
Es ist die mit Abstand wichtigste und größte Investition des Vogelsbergkreises: der Neubau des Kreiskrankenhauses in Alsfeld, rund 97 Millionen wird der Klinik-Neubau kosten; 43 Millionen davon müssen in den nächsten Jahren vom Kreis selbst aufgebracht werden. Trotz dieses finanziellen Kraftaktes werden im nächsten Jahr weitere 16 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert, wie Landrat Dr. Jens Mischak (CDU) bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs in der Kreistagssitzung am Montag betonte.
Eine knappe halbe Million ist im nächsten Jahr zudem für den Ausbau der Digitalisierung an Schulen eingeplant. Sollte sich der Bund mit den Ländern noch auf die Fortführung des Digitalpakts verständigen, erhöht sich der Auszahlungsbetrag um eine weitere Million, kündigte Dr. Mischak an. Ein Schwerpunkt liegt auf der Ausstattung sämtlicher Klassenräume mit modernen interaktiven Tafelsystemen. Darüber hinaus werden bestehende technische Systeme, PC-Arbeitsplätze, Lösungen zur Ausfallsicherheit sowie mobile Endgeräte erneuert und ausgebaut
An der Cornelia-Funke-Schule in Schwalmtal ist im Zuge der notwendigen und zukunftsweisenden Zusammenlegung der Schulstandorte Storndorf und Brauerschwend die Errichtung eines Erweiterungsbaus am Standort Brauerschwend vorgesehen. Im Haushaltsplan für das Jahr 2026 sind dafür 500.000 Euro eingeplant, vornehmlich für Planungskosten. Außerdem sind 140.000 Euro für einen erforderlichen Grundstücksankauf vorgesehen. Die Gesamtkosten dürften sich, so Landrat Mischak, auf rund 4 Millionen Euro belaufen.
Schließlich wirft der Landrat noch einen Blick auf die Kreisstraßen. Hier sieht die Investitionsplanung eine Maßnahme vor. Geplant ist, die freie Strecke Mücke-Ilsdorf bis zur Kreisgrenze (Grünberg-Klein-Eichen) grundlegendzu erneuern. Die Strecke wird als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Landkreis Gießen ausgebaut, im Haushalt sind Auszahlungen von rund 545.000 Euro vorgesehen.
Zudem ist noch eine halbe Million für die Etablierung des kreisweiten Starkregen-Frühalarmsystems eingeplant. "Dieses System ermöglicht uns künftig, die zunehmenden Starkregenereignisse frühzeitig zu erkennen. Dadurch können Behörden, Einsatzkräfte und die Bevölkerung rechtzeitig über verschiedene Kanäle gewarnt und mit wichtigen Informationen versorgt werden", so der Landrat. (pm/ems) +++