Großprojekte im Fokus

Regierungspräsident Weinmeister zu Gast beim AZV

Von links nach rechts: Regierungspräsident Mark Weinmeister, stellv. AZV-Fraktionsvorsitzende Olivia Stenda (SPD), AZV-Geschäftsführer Jörg Goßmann, Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll und AZV-Fraktionsvorsitzender Mario Knoch (Unabhängige)
Foto: AZV

30.10.2025 / BAD HERSFELD - Hoher Besuch beim Abfallwirtschafts-Zweckverband Landkreis Hersfeld-Rotenburg (AZV): Vergangene Woche informierte sich Regierungspräsident Mark Weinmeister über den Stand der Baumaßnahmen auf dem Entsorgungszentrum. Begleitet wurde er von Beatrice Geyer vom Dezernat Abfallwirtschaft des Regierungspräsidiums Kassel.



Die Besucher wurden vom AZV-Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Ing. Werner David und Geschäftsführer Jörg Goßmann empfangen. Auch Vertreter der Fraktionen der AZV-Verbandsversammlung sowie Mitglieder des AZV-Vorstandes folgten der Einladung.

Baufortschritt hautnah erleben

Bei einer Besichtigungsfahrt auf dem Deponiegelände informierten Geschäftsführer Goßmann und der Leiter des Entsorgungszentrums, Jan-Niclas Heß, über den aktuellen Baufortschritt: Oberflächenabdichtung des Altbereichs und Erweiterung der Deponiefläche standen im Fokus.

Anschließend wurden die Themen im Besprechungsraum vertieft und anhand einer PowerPoint-Präsentation detailliert erläutert. Goßmann und Heß führten vom Ursprungszustand der Deponie über den aufwendigen Aufbau der Oberflächenabdichtung bis zur Rekultivierung.

Herr Heß betonte: "Der Bau der Erweiterungsfläche muss im Sommer 2026 beginnen, damit dann im Sommer 2027 Ablagerungen auf der Erweiterungsfläche möglich sein müssen. Das aktuell vorhandene Deponievolumen neigt sich dann dem Ende zu." Mit einem zusätzlichen Ablagerungsvolumen von etwa einer Million Kubikmetern sei die Entsorgungssicherheit für die kommenden 25 Jahre gewährleistet. Ökologisch wertvolle Bereiche werden zudem berücksichtigt und geschont.

Weitere Projekte und Herausforderungen

Weitere geplante Vorhaben am Entsorgungszentrum sind:

- PV-Anlage auf dem Altbereich
- Neugestaltung des Wertstoffhofs und Umschlagsplatzes
- Optimierung der Sickerwasserreinigungsanlage
- Optimierung des Deponieentgasungssystems
- Um diese Projekte sicherzustellen und die Genehmigungen zügig zu erlangen, appellierte der AZV an den Regierungspräsidenten, bürokratische Hürden zu reduzieren.

"Ermessensspielräume sollten im gesetzlichen Rahmen eingeräumt und auch genutzt werden. Aus fachlicher Sicht wird dem AZV oftmals Recht gegeben, aber aus formalen Gründen eine Genehmigung dann abgelehnt", erklärten die AZV-Verantwortlichen.

Unterstützung durch das Regierungspräsidium

Regierungspräsident Weinmeister bedankte sich für die ausführlichen Informationen und sagte zu: "Ich werde mich beim zuständigen Ministerium für eine Vereinfachung bei den aktuellen Genehmigungsverfahren der derzeitigen und kommenden Bauvorhaben einsetzen." Für eine konkrete Umsetzung bat er um Benennung spezifischer Beispiele, was vom Geschäftsführer des AZV zugesagt wurde.

Abschließend äußerten Vorstandsvorsitzender Werner David und Geschäftsführer Jörg Goßmann die Hoffnung, dass die Projekte des AZV künftig unbürokratisch und zeitnah geprüft und genehmigt werden. (pm/cb) +++

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