Abend des Dankes und der Verbundenheit
Gerhard Möller als Vorsitzender der St. Antonius-Stiftung verabschiedet
Fotos: Ralph Leupolt
28.10.2025 / FULDA -
Ein Abend voller Wertschätzung, Herzlichkeit und Dankbarkeit - genau das beschreibt die Verabschiedung von Gerhard Möller als langjähriger Vorsitzender der St. Antonius-Stiftung am Montag im gut gefüllten Antonius-Café. Zahlreiche Weggefährtinnen und Weggefährten, aus der Stiftung, aus Antonius-Gremien und aus der großen Antonius-Gemeinschaft, waren gekommen, um dem 75-Jährigen und seiner Frau Michaela für ihr außergewöhnliches Engagement zu danken.
Neun Jahre lang hatte Möller die Geschicke der St. Antonius-Stiftung geleitet, die mit Spenden die vielfältige Arbeit von Antonius fördert. In dieser Zeit gelang es, über eine Million Euro an Spendengeldern zu sammeln. Das sind Mittel, die unmittelbar in Projekte flossen, welche die Idee der Inklusion auf besondere Weise lebendig machen: etwa in die Kooperation mit den Franziskanern auf dem Frauenberg oder in die neue Bio-Gemüse-Gärtnerei "gemeinsam: er:wachsen" in Haimbach.
"Heute verabschieden wir nicht die Person, sondern nur das Amt"
Dr. Wolfram Geiger, Möllers Nachfolger im Vorsitz, würdigte ihn als "Mann mit unheimlich viel Expertise und Professionalität", der die Stiftung mit klarem Blick und ruhiger Hand geführt habe. Möller sei ein Brückenbauer gewesen zwischen Stiftung und Bürgerschaft, zwischen Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft. Sein Engagement habe entscheidend dazu beigetragen, dass Antonius heute in Fulda so tief verwurzelt ist.Auch Vorstandssprecher Rainer Sippel blickte auf prägende Momente zurück: auf die sogenannte "Elefantenrunde" 1996, in der Möller, damals Erster Kreisbeigeordneter, sich nach der Krise des Hauses mit Nachdruck für die Eigenständigkeit von Antonius starkgemacht habe. Legendär geblieben sei auch die Stadtwette, durch die Fulda den Titel "inklusivste Stadt Deutschlands" errang. "Gerhard Möller hat Antonius immer unterstützt, als OB, als Förderer und als Mensch", sagte Sippel. "Heute verabschieden wir nicht die Person, sondern nur das Amt."
Brückenbauer, Netzwerker und Herzensmensch
Neben Dr. Geiger und Rainer Sippel sprachen weitere Weggefährten ihren Dank aus: Aylin Jordan von der Abteilung "Freunde und Förderer" würdigte die "tolle Zusammenarbeit" und das Vertrauen, das Möller ihr Team stets spüren ließ. Philipp Krah vom Frauenberg und Ulrich Schmitt vom Antonius Hof dankten für Möllers Einsatz und seine offene, verbindende Art.