Diözesan-Caritasdirektor übergibt Preise
Hessischen Sozialpreis 2025: Auszeichnung für starken Zusammenhalt
Fotos: Manuel Bahmer/Liga Hessen
27.10.2025 / WIESBADEN/FULDA -
Die Demokratie lebt von Mitmachen, fairem Streiten und Zusammenhalt - genau vor diesem Hintergrund hat die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen den Hessischen Sozialpreis 2025 an Projekte verliehen, die sich für die Demokratie einsetzen.
Der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch vergab als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Liga im Wiesbadener Rathaus zwei der fünf Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro und sprach bei der Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Politik über das Thema Demokratie.
Projekte, die sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen
"Für uns als Wohlfahrtsverbände sind Demokratie, Toleranz und Vielfalt nicht nur politisches Prinzip, sondern die Grundlage unserer täglichen Arbeit. Unsere Einrichtungen und Dienste leben von Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Daher freue ich mich, als Vorstandsmitglied der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Projekte auszeichnen zu dürfen, die sich für diesen gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen", sagt Dr. Juch.Mit dem Hessischen Sozialpreis werden jährlich ehrenamtliche Projekte gewürdigt. Schirmherrin des Preises ist die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, die mit Staatssekretärin Manuela Strube die Preise übergab. Die feierliche Preisverleihung moderierte Autorin und Journalistin Bärbel Schäfer. Die 30.000 Euro Preisgeld stiftete die LOTTO Hessen, die den Preis von Beginn an - seit 2018 - als Sponsor unterstützt.
"Ohne freiwilliges Engagement geht es nicht"
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 12.000 Euro erhielt in diesem Jahr das Projekt "Selbstbestimmt im Hüttendorf – Demokratie auf dem Bau" des Kinder- und Jugendbauernhofs Kassel Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren erleben hier Demokratie hautnah: Sie errichten aus Paletten ein eigenes Dorf, treffen alle Entscheidungen demokratisch und lernen, Konflikte respektvoll zu lösen. Den zweiten Platz sicherte sich die Law Clinic der Goethe-Universität Frankfurt. Jura-Studierende beraten dort kostenlos Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu Sozial-, Migrations- und Asylrecht. Der dritte Platz ging an den Landesheimrat Hessen – ein von Jugendlichen selbst organisiertes Gremium, das Mitbestimmung und Rechte junger Menschen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen stärkt.