Publikum ganz aus dem Häuschen
Fulminates Jahreskonzert der Concert Band Fulda in der Orangerie
Seit zehn Jahren gibt es die Concert Band Fulda
Fotos: Marvin Myketin
26.10.2025 / FULDA -
Seit zehn Jahren gibt es die Concert Band Fulda, die bei ihrem oftmals monumentalen Jahreskonzert die Gelegenheit beim Schopf ergriff und verschiedene Epochen im Glanze Hollywoods musikalisch zum Strahlen brachte. Von Anfang an dabei sind Alina Genzler, Jonas Klug, Kaja Möller, Kilian Blume, Linus Sauer, Roman Böhning und Sophia Bech. Diese wurden im Rahmen des voll besetzten Konzertes in der Orangerie vom Vorsitzenden Karsten Bech entsprechend gewürdigt. Besonders ausgezeichnet wurde Orchesterleiter Stefano Corino, der aus Bechs Händen die Dirigentennadel in Gold für 20 Jahre Engagement als Orchesterchef erhielt, verliehen vom Hessischen Musikverband
Bevor die verdienten Musikerinnen und Musiker ihre Anerkennung erhielten, legten sie sich mit ihren Kollegen bei einer musikalischen Zeitreise ordentlich ins Zeug. Dabei glitzerte viel Glamour in den Klangkaskaden der Band. Back in Time - so das Motto des Konzerts - was könnte da besser als Intro passen als die Titelmelodie des Films "Zurück in die Zukunft".
Als Reiseführer durch die musikalischen Zeiten moderierten Jonas Klug und David Sander das Konzert. Filmprojektionen flankierten die Bühne und unterstrichen optisch den Hollywood-Charakter vieler Stücke. Episch präsentierten sich die Musiker mit Noah's Ark von Bert Appermont und Pompeii von Filip Ceunen, bei denen bedrohliche Percussion-Passagen meisterhaft von Bläsersätzen abgefangen wurden - mehrsätziger Hörgenuss, pathetisch und mit Blockbuster-Potenzial.
Fast einem Liebesspiel glich die Filmmelodie Time von Hans Zimmer, die die Concert Band Fulda mit sensiblem Timing interpretierte. Eine Herausforderung für die jungen Musiker war die Ouvertüre der Oper Wilhelm Tell von Gioacchino Puccini. Mit einem brillant vorgetragenen Arrangement aus Les Miserables begab sich die Band taktischer auf das Musical- Parkett. Groß raus kamen die Klarinetten bei George Gershwins Rhapsody in Blue und ein Potpourri aus den beliebtesten Glenn Miller-Kompositionen.
Filmreif waren auch die Arrangements aus dem Musical Grease, und als Maestro Corino persönlich die E-Gitarre nahm und das Solo zur Top Gun Anthem temperamentvoll intonierte, war die Begeisterung komplett. Eine schönere Verbeugung vor der Traumfabrik kann man sich nicht vorstellen. Als Letztes stand ein Bruno Mars-Medley auf dem Programm, die heißen Rhythmen wurden nicht nur wegen des ungemütlichen Herbstwetters dankbar und frenetisch gefeiert wurden. (Bernd Götte)+++