Zwischen Dampf, Bier und guter Laune
"Einfach nur lecker": Metzgerei Müller und Tondas feiern rustikales Schlachtfest
Metzgerei Müller und Tondas feiern rustikales Schlachtfest
Fotos: Rene Kunze
26.10.2025 / FULDA -
"Sowas gibt es hier bei uns einfach nicht": Am Samstag erwartete vor allem Fleischliebhaber in der Mittelstraße in Fulda ein echtes Schmankerl. Gemeinsam mit der Metzgerei Robert Müller veranstaltete Tondas-Chef Antonín Krejbich ein zünftiges Schlachtfest. Seit 12 Uhr wurde bei deftigen Hausgemachtem aus dem Kessel ordentlich geschlemmt. Dabei gab es neben dem berühmt-berüchtigten tschechischen Pils (dem "ersten Pils der Welt") auch Bioweine zu verkosten - all das während die Rhöner Säuwänzt für ordentlich Stimmung sorgten.
Pulled Pork aus dem Holzkessel, frisch gebackenes Naturteigbrot und frisch gezapftes Bier - vor dem Barbecue Restaurant Tondas wurde wirklich jeder fündig. Aber wie kam es überhaupt zu diesem Fest? OSTHESSEN|NEWS hat bei Wirt Krejbich mal nachgehakt.
"Die Idee entstand ungefähr vor drei Monaten. Wir arbeiten sehr eng mit der Metzgerei Müller zusammen - da haben wir dann einfach mal gebrainstormt. Uns war aufgefallen: So etwas wie ein Schlachtfest gibt es hier bei uns einfach nicht", erzählt der gebürtige Prager. Kurz darauf wurde aus der Idee Realität. "Die Stadt ist uns bei den Genehmigungen super entgegengekommen, also konnten wir das ganz schnell umsetzen." Das Besondere dabei: Die Kunst des Zerlegens. Vor Ort wurde ein Schwein von der Metzgerei Müller zerlegt, woraus dann unter anderem Bratwürste gefertigt wurden. Obendrein gab es aber auch Köstlichkeiten wie hausgemachte Sülze. "Schön rustikales Essen, wie es sich auf so ein Schlachtfest gehört", betont er.
Bei tschechischem Bier und Bratwurst: "Einfach eine gute Zeit haben"
Für Krejbich war dabei von Anfang an das Ziel klar: "Wir wollten damit nicht nur einen schönen, ungezwungenen Tag mit Getränken und frischen Wurstwaren hier in Fulda feiern. Sondern auch eine alte Tradition neu aufleben lassen, die es so sonst vielleicht noch vereinzelt in Dörfern oder Märkten - aber nicht hier bei uns, in der Domstadt gibt."
Und das hat allemal geklappt. Der Andrang war enorm, den Gästen hat es geschmeckt und der "Bauernblues" der Rhöner Säuwäntzt kam super an. Krejbich ist positiv überrascht: "Trotz des eher schlechten Wetters kamen noch mehr Leute, als wir erwartet haben. Wir freuen uns riesig darüber, dass die Fuldaer das Fest so gut annehmen", erklärt er am Samstag gegenüber O|N. Bis 18 Uhr wurde dann noch fröhlich weitergefeiert. (ms) +++