Sozialstaatssekretärin würdigt Engagement
92.000 Euro für Gemeinschaft: "LAeufT" bildet ein soziales Netzwerk für alle
Fotos: Mia Schmitt/Marvin Myketin
25.10.2025 / HILDERS (RHÖN) -
Mit "LaeufT" läuft es in der Gemeinde Hilders: Bei dem Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Fulda geht es vor allem darum, sozial benachteiligte Personen zu festen, anerkannten und aktiven Teilen der Gemeinschaft zu machen. "Das Projekt gibt es bereits seit 2020 und hat sich bewährt. Es ist unsere Aufgabe, zu tun, was wir können, um anderen zu helfen", fasste Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbands Fulda, zusammen.
Um dieses Projekt weiter zu unterstützen, überreichte Sozialstaatssekretärin Manuela Strube im Rahmen der Förderung der Gemeinwesenarbeit des Landkreises Fulda in Hilders einen Folgebewilligungsbescheid von rund 92.000 Euro an Ortsbürgermeister Ronny Lars Günkel. Unterstützt wird damit das Projekt "Lokaler Ansprechpartner einzigartiger und flexibler Teilhabe", kurz "LAeufT", eine Anlaufstelle für sozial benachteiligte Personen. Dabei gehen die Beschäftigten und Engagierten auf Menschen zu, die Integrationsprobleme haben. Gleichzeitig können sich diese selbstverständlich auch an das Team wenden. Das langfristige Ziel sei es, im Quartier ein handlungsfähiges soziales Netzwerk zu bilden, Probleme und Missverständnisse abzubauen, beziehungsweise zu vermeiden und so ein gutes Miteinander entstehen zu lassen.
Hier werden Menschen zusammengebracht
"Das Projekt 'LaeufT' ist für uns die Säule in der gemeinwesenorientierten Arbeit. Schon zu Beginn konnte man spüren, dass es darum geht, Menschen zusammenzubringen. Jetzt wird mit dem vielfältigen Angebot deutlich, wie spürbar und sichtbar das auch für die Gesellschaft ist. Diese Arbeit ist wichtig, um jeden Bürger zu integrieren und auf diese Weise gut zusammenleben zu können", sagte Bürgermeister Günkel im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Anhand einer Präsentation machte Projektleiterin Nicolette Saalmann auf die neue Anlaufstelle in der Marktstraße aufmerksam und erläuterte den Kern von "LaeufT". "Unsere Zielgruppe umfasst Benachteiligte, Kindergärten, Schulen, Betriebe, Vereine und Nachbarn. Wir sind ein Ansprechpartner, Unterstützer und Sprachrohr für alle, die es brauchen." Vor allem benachteiligte Familien sollen an preiswerte Freizeitaktivitäten herangeführt werden, ein soziales Netzwerk aufbauen und allgemein die Chance erhalten, sich zu integrieren. Aktuelle Aktionen sind hierbei das Hilderser Heimatfest, ein Bingoabend, ein Puzzletag, ein Kochworkshop, eine Kräuterwanderung, ein Minigolf-Turnier und ein interkulturelles Buffet.
"Niemand wird hier sich selbst überlassen"
"Hierbei handelt es sich um ein Programm, das wichtiger denn je ist. Es geht darum, Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Niemand wird hier sich selbst überlassen", fasste Sozialstaatssekretärin Strube zusammen. Im Gespräch mit O|N schilderte sie: "Mir ist es immer wichtig, rauszufahren, um mir die Gemeinwesenarbeit vor Ort anzuschauen, weil die Arbeit so vielfältig ist. Hier bei 'LaeufT' hat mich besonders fasziniert, wie man die Menschen hier zusammenbringt und ihnen damit Unterstützung bietet. Es wird eine Einheit geschaffen." So dankte sie im gleichen Zuge allen Beteiligten für deren Engagement.