Poseck wird deutlich

Härtere Maßnahmen: Polizei geht gegen Einbrecher im Winter vor

Innenminister Roman Poseck informiert über verstärkte Polizeimaßnahmen zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen in der dunklen Jahreszeit.
Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

22.10.2025 / REGION - Hessen gehört bundesweit zu den sichersten Regionen – doch mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt traditionell auch das Risiko für Einbrüche. Um potenziellen Tätern zuvorzukommen, intensiviert die hessische Polizei in diesem Herbst und Winter erneut ihre landesweiten Maßnahmen gegen Wohnungseinbruchdiebstähle. Neben verstärkten Polizeikontrollen und gezielten Fahndungsaktionen setzen die Sicherheitskräfte verstärkt auf Prävention und technische Unterstützung.



Innenminister Roman Poseck betonte die Bedeutung des Themas: "Sicherheit beginnt im eigenen Zuhause. Umso wichtiger ist es, dass Politik und Polizei alles dafür tun, dass die Bürgerinnen und Bürger daheim sicher sind und sich dort auch sicher fühlen. Unsere Polizei geht seit vielen Jahren erfolgreich gegen Einbrecher vor und setzt auch in diesem Herbst und Winter wieder auf eine bewährte Mischung aus Prävention, Repression und Technik. Unsere Einsatzkräfte halten den Kontrolldruck auf Einbrecher hoch, zeigen vielerorts Präsenz und kooperieren eng mit anderen Bundesländern."

Moderne Technik gegen Kriminalität

Ein zentrales Werkzeug im Kampf gegen Einbrüche ist dabei moderne digitale Prognosetechnik. Die Software "KLB-operativ" analysiert polizeiliche Daten und erkennt regionale sowie zeitliche Schwerpunkte bei Einbrüchen. So lassen sich die Bewegungsmuster sogenannter reisender Täter besser vorhersagen und gezielt überwachen.

"Die mehr als 16.000 hessischen Polizistinnen und Polizisten können auf das digitale Prognosewerkzeug über ihr Dienst-Smartphone zugreifen", erläuterte Poseck. "Die Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls machen deutlich, dass sich die Investition in Personal und Technik auszahlt: Die registrierten Straftaten lagen im vergangenen Jahr mit 5.867 Fällen deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau mit 6.768 Fällen in 2019 und mit 11.595 Fällen in 2015."

Prävention steht im Mittelpunkt

Neben repressiven Maßnahmen setzt die hessische Polizei auch auf Präventionsarbeit. Bürgerinnen und Bürger sollen dafür sensibilisiert werden, selbst zur Sicherheit ihres Zuhauses beizutragen.

Andreas Röhrig, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts, erklärte: "Auch Bürgerinnen und Bürger können dabei helfen, ihr Zuhause sicherer zu machen: Mit dem richtigen Verhalten und moderner Sicherungstechnik lässt sich viel erreichen. Damit ungebetene Gäste erst gar nicht hineinkommen, empfiehlt die Polizei einen soliden Grundschutz von Fenstern und Türen. Dieser steht an erster Stelle und wird im Idealfall um Einbruchmeldetechnik ergänzt. In jedem der sieben hessischen Polizeipräsidien stehen Beraterinnen und Berater der kriminalpolizeilichen Prävention zur Verfügung, die Interessierte kostenfrei und neutral beraten. Die Mitwirkung der Allgemeinheit ist entscheidend, denn jeder kann einen Beitrag dazu leisten, das eigene Zuhause sicherer zu machen."

Moderne Technik im Einsatz: Die Software KLB-operativ hilft der hessischen Polizei, Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen.
Symbolfoto: O|N/Carina Jirsch
Mit gezielten Kontrollen und sichtbarer Präsenz hält die hessische Polizei den Druck auf Einbrecher hoch.
Archivfoto: O|N/YoWe

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